First Lady ohne Trauschein bekommt Büro und Mitarbeiter
22.02.2012 | 17:16 Uhr 2012-02-22T17:16:00+0100
Essen. Daniela Schadt wird wahrscheinlich die erste „Erste Dame“, die nicht mit dem Bundespräsidenten verheiratet ist. Und weil diese Rolle zwar kein verbrieftes Amt, aber mit vielen Erwartungen verbunden ist, bekommt sie keine Bezüge, aber ein Büro im Schloss Bellevue und zwei Mitarbeiter.
Ob Daniela Schadt tätowiert ist wie die gerade abgetretene Bettina Wulff , ist öffentlich nicht bekannt. Dass sie wohl zumindest am Anfang eine „wilde“ First Lady wird, ist sehr wahrscheinlich: Die Journalistin und ihr Lebenspartner Joachim Gauck, der Kandidat fürs Amt des Bundespräsidenten, sind nicht verheiratet.
Verheiratet ist Gauck noch mit der Mutter seiner vier Kinder, Gerhild Gauck, von der er allerdings seit Anfang der 90er getrennt lebt. Und ganz abgesehen von denen, deren Fantasie oder Verständnis von Moral eher begrenzt ist, fragen sich vermutlich nicht nur Menschen, die mit dem Protokoll befasst sind, wie das eigentlich funktioniert mit einer „Ersten Dame“, die gar nicht mit Staatsoberhaupt verheiratet ist.
Im Grundgesetz sind die Rechte und Pflichten des Bundespräsidenten in den Artikeln 54 bis 61 festgelegt, eine „Erste Dame“ des Staates wird mit keinem Wort erwähnt. Kein Wunder, außer ihrem Partner hat sie schließlich niemand gewählt , zumindest nicht in dieses „Amt“. So bestätigt es auch ein Sprecher des Bundespräsidialamtes. Und weil das Grundgesetz nur das Amt des Bundespräsidenten kenne, seien für eine First Lady von Gesetzes wegen weder Pflichten festgelegt noch ein Etat vorgesehen.
Repräsentieren an der Seite des Bundespräsidenten
Allerdings gestehe der Haushaltsgesetzgeber - also der Bundestag - seit dem Jahr 2000 zu, dass von der Öffentlichkeit hohe Erwartungen an eine Partnerin des Bundespräsidenten gestellt würden: Repräsentative Auftritte an der Seite des Staatsoberhauptes etwa, nicht nur bei Staatsbesuchen, oder die Übernahme von Schirmherrschaften. Für diese „nicht verbrieften, nicht geregelten“ Aufgaben einer First Lady werden ihr ein Büro mit Sekretärin und Referent gestellt: das Büro im Schloss Bellevue, die Mitarbeiter aus dem Stab des Bundespräsidialamtes. Ob sich an diesem Konstrukt etwas ändert, wenn der Bundespräsident zwar verheiratet ist , allerdings nicht mit seiner Lebenspartnerin, darüber wollte der Sprecher des Amtes nicht spekulieren.
Seit dem Jahr 2000 sind Daniela Schadt und Joachim Gauck ein Paar, „netto“ allerdings längst nicht so lang, schließlich führen sie eine Fernbeziehung. Dass Heiraten eine Konzession ans Amt wäre, ist relativ deutlich – schließlich haben sie’s bisher nicht getan, hatten es auch bei Gaucks erster Kandidatur 2010 überhaupt nicht eilig.
Die Journalistin Daniela Schadt wird wohl ihren Beruf vorerst aufgeben
Die 52-Jährige ist Leiterin des Ressorts Innenpolitik bei der Nürnberger Zeitung – und könnte theoretisch als „Erste Dame“ berufstätig bleiben; auch Veronica Carstens, Ehefrau von Bundespräsident Karl Carstens, habe während der Amtszeit ihres Mannes als Ärztin gearbeitet, erklärt der Sprecher des Bundespräsidialamtes. Gauck hatte allerdings bei seiner Kandidatur 2010 erklärt, dass Schadt, sollte er gewählt werden, plane, ihren Posten aufzugeben und ihn zu unterstützen, und tatsächlich ist es schwer vorstellbar, dass die Partnerin des Staatsoberhauptes die Innenpolitik der Bundesregierung kommentiert.
Wenn der März zum Bundespräsidenten gewählt wird, müssen er und seine Lebensgefährtin die Frage, wer was bezahlt, so privat regeln wie sie ihre Beziehung führen: Da es ein Amt der „Ersten Dame“ – ob nun mit Trauschein oder ohne – offiziell gar nicht gibt, sind selbstverständlich auch keine Bezüge vorgesehen. Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland bekommt zurzeit Amtsbezüge in Höhe von 199.000 Euro, dazu 78.000 Euro Aufwandsgeld.

17:10
Frau Schadt ist die Geliebte von Herrn Gauck, keine Lebensgefährtin; denn er ist über 50 Jahre verheiratet.
Als Geliebte kann ich nicht First Lady Deutschlands und Schirmherrin von Wohlfahrtsorganisationen werden. Für mich ist Scheidung und Hochzeit im höchsten Amt des Staates mit den höchsten moralischen Ansprüchen ein Skandal.
Wer denkt an die Gefühle von Frau Gauck?!
08:58
First Lady oder dritte Wahl?
05:40
IM Laeve laesst sich nicht scheiden er muss doch als Christ erst mal seine verlassene Ehefrau versorgt wissen die Dame mit der er in einer ausserehelichen Gemeischaft lebt wird wohl von Berlin genug Knete bekommen wenn der NBP einmal das zeiitliche verlaesst! Ist schon OK warum alles Geld nur fuer die Griechen!
22:02
Wer mit wem oder ob evtl. nicht verheiratet ist, ist eine sehr persönliche Sache, die tatsächlich niemanden anders etwas angeht.
Eine Frage und auch eine Antwort wünschte ich mir am Anfang der Nach-Wulff-Ära (die ja auf ewige Zeiten in die Presse als „Schnorrer-Ära“ eingehen wird) aber schon:
Wenn eine Scheidung 1990/91 erfolgt wäre, hätte ein Versorgungsausgleich doch vermutlich nur die bis dahin erworbenen Rentenansprüche eines evangelischen Pfarrers umfasst. Die sicher ungleich höheren Ansprüche des Präsidenten einer Bundesbehörde an die Staatskasse, die danach entstanden und ggfs. verfallen wären, sind jetzt aber möglicherweise Basis einer künftigen Hinterbliebenenrente, es sei denn, die rentenrechtliche Seite sei anders abgegolten worden, so daß nur der Rentenberechtigte selbst voll bezugsberechtigt ist.
Ich glaube, bei jedem anderen Kandidaten wäre zunächst der Wunsch nach Prüfung von der jeweiligen politischen Gegenseite vorgetragen worden. Und auch die medialen Wächter wü
rden wohl bohren.
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20:27
Das ganze Gerede ist m.E. albern, denn aus Erfahrung und im Bekanntenkreis ist zu entnehmen, daß nach zwanzig Ehejahren in den meisten Fällen die Luft raus ist. Frau Gauck bekam vier Kinder und juristisch gesehen, muß ihr Mann im Falle einer Scheidung aufgrund der langen Ehejahre Unterhalt entrichten, was ihm sicherlich nicht schwerfallen wird, bedenkt man den mtl. Obolus.
Und....scheitert eine Ehe, sind mit Sicherheit zwei Teile daran beteiligt und man kann freundschaftlich verbunden bleiben im Sinne der gemeinsamen Kinder. / Enkelkinder.
Es sollte nicht das Problem der LeserInnen sein, ob er heiraten wird oder nicht, dieses ist einzig und allein seine Privatangelegenheit und BürgerInnen sollten hoffen, einen vorbildlichen und sozialen BP für Deutschland zu bekommen und der die ehrenwerte Kanzlerin entmachten wird, auch wenn er politsch rechts anzusiedeln ist, ansonsten geht dieses Land seit der Agend weiter in den Abgrund.
Viel Kraft und gutes Gelingen sei ihm zu wünschen
nöö. Auch nach vierzig Jahren macht es noch Spaß...
19:59
First Lady ohne Trauschein?
Bei unserem Guido sagt auch keiner was.
Aber hallo! Der Guido hat seinen Lover geheiratet. Hat der sie etwa nicht eingelagen?
18:45
Mit 19 heiratete sie Joachim Gauck.[1]
@morschi
Hansi und Joachim Gauck haben vier gemeinsame Kinder.
Christian (52 - Stand Februar 2012)
Martin (50 - Stand Februar 2012)
Gesine (46 - Stand Februar 2012)
Katharina (33 - Stand Februar 2012)
1991 trennten sich Gerhild und Joachim Gauck. Beide haben sich bis 2012 nicht scheiden lassen.
18:40
Morschi, ja jetzt muss die arme Frau Gauck ihre Kinder alleine groß ziehen, weil sie ihr Mann als er 53 Jahre alt war verlassen hat. Hofentlich hat sie genug Geld für Windeln und Babybrei.
18:27
Welche Debatte hätte es eigentlich ausgelöst, wenn der Wowereit oder der Westerwelle für das Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen wäre bzgl. der Firstlady?
17:59
Niemand sollte sich ein Urteil erlauben über etwas, das er nicht beurteilen kann. Ich finde es selbstverständlich, dass mit der Lebensgefährtin von Herrn Gauck so verfahren wird, wie mit allen anderen auch.