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Finanzministerium zahlte 1,8 Millionen an Anwaltskanzlei

28.12.2012 | 09:23 Uhr
Finanzministerium zahlte 1,8 Millionen an Anwaltskanzlei
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat von einer Wirtschaftskanzlei 15.000 Euro Vortragshonorar bekommen, nachdem die Kanzlei vom Bundesfinanzministerium laut einem Medienbericht 1,8 Millionen Euro Berater-Honorar bekommen hat.Foto: dapd

Berlin.  Die Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer hat nach einem Medienbericht zwischen 2005 und 2009 1,83 Millionen Euro Beraterhonorar vom Bundesfinanzministerium erhalten. In dieser Zeit war SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück Bundesfinanzminister. Nach seinem Ausscheiden aus dem Ministeramt bekam Steinbrück für einen Vortrag bei Freshfields 15.000 Euro Honorar.

Das Bundesfinanzministerium hat laut einem Zeitungsbericht zwischen dem 22. November 2005 und dem 27. Oktober 2009 mehr als 1,8 Millionen Euro an die Anwaltskanzlei "Freshfields Bruckhaus Deringer" gezahlt, die unter dem damaligen Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) an mehreren Gesetzen mitgearbeitet hatte. Das Beraterhonorar habe sich auf genau 1.831397,38 Euro belaufen, berichtet die "Bild"-Zeitung in ihrer Freitagsausgabe.

Die Wirtschaftskanzlei, die vor allem für große Unternehmen und Banken tätig ist, hatte damals unter anderem an dem Gesetz zur Bankenrettung mitgewirkt. "Freshfields Bruckhaus Deringer" war im Oktober in die Schlagzeilen gekommen, als bekannt geworden war, dass Steinbrück im September 2011 für einen Vortrag bei der Kanzlei 15.000 Euro Honorar erhalten hatte. Dies war von einigen Politikern kritisiert worden.

Meldung vom 5. Dezember
Steinbrück sagt Vortrag bei Privat-Bank ab

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück wird doch keinen Vortrag bei einer Schweizer Privatbank halten. Steinbrück habe die Rede abgesagt, bestätigte sein...

Der Springer-Verlag, dem auch "Bild" gehört, hatte das Bundesfinanzministerium in einem Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Berlin erfolgreich auf die Nennung der Honorar-Summe für die Kanzlei verklagt. (afp)

Kommentare
29.12.2012
15:37
Finanzministerium zahlte 1,8 Millionen an Anwaltskanzlei
von Ondramon | #33

Die LINKE macht weiter Druck: der Bundesrechnungshof soll die Aufträge an die Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer auf Verschwendung oder sogar...
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2012-12-28 09:23
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