Fidel Castro veröffentlicht zwei Bände seiner Memoiren
05.02.2012 | 10:39 Uhr 2012-02-05T10:39:08+0100
Havanna. Der frühere kubanische Staatschef Fidel Castro hat in einem seltenen öffentlichen Auftritt seine zweibändigen Memoiren vorgestellt. Das kommunistische Parteiorgan "Granma" berichtete, der 85-Jährige habe sechs Stunden lang an der Veranstaltung im Kongresszentrum von Havanna teilgenommen. Das Fernsehen zeigte Bilder davon. Die Memoiren hätten den Titel "Guerilla der Zeit".
Kubas Revolutionsführer Fidel Castro hat die ersten zwei Bände seiner Memoiren vorgestellt. Bei der Präsentation im Kongresszentrum in Havanna, seinem ersten öffentlichen Auftritt seit April 2011, sagte der 85-Jährige laut Berichten staatlicher Medien vom Samstag: "Ich muss jetzt die Gelegenheit ergreifen, denn mein Gedächtnis lässt nach." In dem Buch in Interview-Form erzählt der Ex-Staatschef über sein Leben von seiner Kindheit bis zu seinem Sieg über Kubas Diktator Fulgencio Batista 1958.
Er wolle "alles, woran ich mich gut erinnere, teilen", sagte Castro laut der Parteizeitung "Granma" und der amtlichen Internetseite Cubadebate bei der Zeremonie am Freitag, an der unter anderem Kubas Kulturminister Abel Prieto teilnahm. "Ich habe alle meine Ideen und alle meine Gefühle zum Ausdruck gebracht", fügte Castro hinzu. Er sei sich darüber bewusst, wie wichtig es sei, seine Erinnerungen weiterzugeben, "damit sie nützlich sein können".
"Hundert Stunden mit Fidel"
Die Journalistin Katiuska Blanco, der die Interviews mit Castro geführt hatte, hat auch die erste offizielle Biografie von Castro und seiner Familie geschrieben. Ein erstes Interview-Buch, "Hundert Stunden mit Fidel", war Ende 2006 von dem spanischen Journalisten Ingnacio Ramonet veröffentlich worden.
Seitdem Castro im Juli 2006 wegen gesundheitlicher Probleme die Macht an seinen jüngeren Bruder Raúl abgegeben hatte, gibt es immer wieder Gerüchte über seinen Gesundheitszustand. Castro lebt zurückgezogen in seinem Haus westlich der Hauptstadt Havanna und zeigt sich nur noch sehr selten in der Öffentlichkeit, zum letzten Mal im April 2011 beim Kongress der Kommunistischen Partei. Immer wieder veröffentlicht er aber in kubanischen Staatsmedien seine "Reflexionen" über die Weltpolitik.
Castro hatte den Guerillakampf gegen Diktator Batista angeführt und diesen zum Jahreswechsel 1958/1959 aus dem Amt gejagt. Er wird seitdem von vielen Menschen weltweit als Revolutionär verehrt. Andere halten ihn dagegen für einen brutalen Diktator, der die Menschenrechte in seinem Land mit Füßen trat.

20:33
Und wer nicht so lange auf das Erscheinen der deutschen Ausgabe warten mag und sich schon mal warmlesen will, dem empfehle ich als Zwischenlektüre das
Handbuch des Stadtguerillero
Carlos Marighela, Juni 1969
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/rev_linke/rli/handbuch.html
Das Archiv von Nadir (http://www.nadir.org/nadir/archiv/), insbesondere der "Bereich Politische Strömungen" mit der Aufarbeitung der RAF-Zeit, ist übrigens äußerst empfehlenswert. Hier lassen sich viele neue Aspekte finden, die in dieser Form von den gleichgeschalteten Medien noch nie erwähnt worden sind.
Gruß an kuba, wohlzufrieden und alle Interessierten.
19:56
Da haben Sie Recht! Schönen Aus-klang des Wochenendes!
18:47
Seit mehr als 50 Jahren führen die USA einen unerklärten Krieg gegen Kuba!
In unseren Tagen wird immer noch ein verdeckter Handelskrieg gegen die kubanische Insel geführt!
Für US -Amerika sind die Menschenrechte dann gut ,wenn sie in ihre strategische Konzeption passen!
Falls nicht ,dann kann man ja auf Kuba -nämlich in Guantanamo - ohne besondere Beachtung der Menschenrechte agieren!
Ich hoffe in den Memoiren von Fidel Castro kommt die Scheinheiligkeit dieses US Amerika trefflich heraus!
Und obwohl in Kuba bei weitem nicht alles Gold ist ,was glänzt!
In Punkto Lebensperspektive bieten die USA für Millionen ihrer Bürger bedeutend weniger Zukunft als es Kuba in seinem heroischen Abwehrkampf gegen die US -Oligarchie bisher vermocht hat!
No paseran! Viva ,Fidel!!!
Gruss wohlzufrieden!
18:25
Nach neuesten Erhebungen soll es der amerikanischen Regierung gelungen sein, die Lebensverhältnisse von Nordamerika und Kuba anzugleichen...
15:40
Wer sich die Lage in Haiti und Guatemala vor Augen hält, die Zeiten der Militärdiktaturen in Brasilien, Argentinien usw.,
der wird auch der mit und durch Fidel Castro gestalteten Herrschaft in Kuba positive Seiten abgewinnen können.
Bedauerlich, dass die USA immer noch viele Hebel in Bewegung setzen, um die Entwicklung in diesem Land zu bremsen, die sicher auch freiheitlicher und demokratischer sein könnte, wenn es nicht diesen Druck aus den USA gäbe, übrigens auch gegen Entscheidungen von internationalen Gerichten und der UN-Mehrheit.
Die BRD könnte sich verstärkt beim Einsatz alternativer Energien und biologischer Landwirtschaft in Kuba einsetzen,
Mögen seine Memoiren auch von seinen Gegnern gelesen werden und damit dringend benötigte Devisen nach Kuba bringen.
14:24
Hasta la victoria siempre, camarada Fidel !
13:32
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