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Fernsehdebatte leitet Schlussspurt im US-Wahlkampf ein

03.10.2012 | 14:24 Uhr

In den USA hat fünf Wochen vor der Präsidentenwahl mit dem Beginn der vorzeitigen Stimmabgabe in entscheidenden Staaten und der ersten von drei Fernsehdebatten der Präsidentschaftskandidaten der Schlussspurt des Wahlkampfs begonnen. Von den neun Staaten, in denen sich die Wahl wohl entscheiden wird, gibt es in sieben die Möglichkeit einer vorzeitigen Stimmabgabe. In Ohio begann sie am Dienstag.

Washington (dapd). In den USA hat fünf Wochen vor der Präsidentenwahl mit dem Beginn der vorzeitigen Stimmabgabe in entscheidenden Staaten und der ersten von drei Fernsehdebatten der Präsidentschaftskandidaten der Schlussspurt des Wahlkampfs begonnen. Von den neun Staaten, in denen sich die Wahl wohl entscheiden wird, gibt es in sieben die Möglichkeit einer vorzeitigen Stimmabgabe. In Ohio begann sie am Dienstag. Ab jetzt geben Wähler täglich schon ihre Stimme ab.

Für den republikanischen Herausforderer Mitt Romney sind die Fernsehdebatten seine vielleicht beste und letzte Chance, den Stimmungstrend, der derzeit eher gegen ihn läuft, noch umzukehren. Jüngsten Umfragen zufolge hat Präsident Barack Obama in dem zuletzt noch knappen Rennen nun doch die Nase vorn.

Romney musste in der ersten Debatte in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) nach etlichen Rückschlägen in den vergangenen Wochen nicht nur unschlüssige Wähler überzeugen, sondern auch um Rückhalt in der eigenen Partei kämpfen. Es wurde erwartet, dass er im ersten direkten Aufeinandertreffen mit Obama vor bis zu 60 Millionen Fernsehzuschauern vor allem die weiter schwächelnde US-Wirtschaft als Steilvorlage für Argumente gegen Obama aufgreift. Der Präsident hingegen dürfte die Wähler um mehr Zeit für die Umsetzung eingeleiteter Reformen bitten.

Tagelange Proben

Mindestens acht Tage lang hat Romney im September für die drei bevorstehenden Fernsehduelle geprobt. Mit seinen Beratern hat er an seiner Körpersprache und anderen Details gearbeitet, um auf den Bildschirmen stark und sympathisch zu wirken. Obama zog sich für drei Tage in die Wüste von Nevada zurück, wo ihm in einem Hotel ein Nachbau der Fernsehbühne zur Verfügung stand. Beide wissen, dass es in der Live-Situation nicht nur zu punkten gilt, sondern dass es auch enorm wichtig ist, Fehler zu vermeiden, die wieder und wieder im Fernsehen gezeigt werden könnten.

Im Wahlkampf hat sich der Demokrat als Präsident präsentiert, der eine zweite Amtszeit braucht, um begonnene Reformen abzuschließen. Im direkten Aufeinandertreffen dürfte es sich Obama kaum nehmen lassen, Romney wegen seines dubiosen Umgangs mit Steuererklärungen anzugreifen und ihn als außenpolitisches Greenhorn darstellen.

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dapd

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