FDP wirbt mit der Steuerformel "10-25-35"
17.05.2009 | 14:40 Uhr 2009-05-17T14:40:00+0200Hannover. Die FDP lässt nicht locker: Sie will mit Steuersenkungsversprechen in den Wahlkampf ziehen. Auf ihrem Bundesparteitag stellten die Liberalen zudem ein vereinfachtes Steuermodell vor.
Auf ihrem Bundesparteitag berieten die Liberalen am Samstag in Hannover das Wahlprogramm, worin für einen Drei-Stufen-Tarif von 10 Prozent, 25 Prozent und 35 Prozent geworben wird. Generalsekretär Dirk Niebel präsentierte seine Partei als einzigen Garanten für eine bürgerliche Regierung.
Niebel bezeichnete das Wahljahr 2009 vor den mehr als 600 Delegierten als «Jahr der Entscheidung». Es gehe darum, «in welche Richtung sich unser Land entwickelt», betonte er. Die in diesem Jahr getroffene Entscheidung werde für mindestens eine Dekade gelten. «Wir wollen eine bürgerliche Regierung der Mitte.» Das sei nur mit einer starken FDP machbar.
Deutliche Kritik übte er an der Union. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe mit ihrer Regierung gezeigt, dass es nicht nur auf die Kanzlerin ankomme, sondern offenkundig auf den richtigen Koalitionspartner. Eine Stimme für die Union sei aber kein Garant für ein bürgerliches Bündnis nach der Bundestagswahl, da CDU/CSU «mit jedem» regierten.
FDP fordert Steuerstrukturreform
Niebel warf Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) vor, beim Volk «abkassiert» zu haben. Die «Aufschwungdividende» vor der Wirtschaftskrise sei nicht bei den Menschen angekommen, kritisierte er. Daher müsse es eine Steuerstrukturreform geben. Dies sei «das beste Konjunkturprogramm».
In ihrem «Deutschlandprogramm» fordern die Liberalen ferner einen besseren Schutz der Bürgerrechte, mehr Investitionen in Bildung und Forschung sowie eine Vorreiterrolle Deutschlands bei der Abrüstung. Als Reaktion auf die Finanz- und Wirtschaftskrise verlangt die FDP eine Konzentration der Bankenaufsicht in einer Institution sowie Konsequenzen für Finanzmanager, die «unverantwortliche» Risiken eingegangen seien.
Westerwelle mit deutlicher Mehrheit bestätigt
Bereits am Freitag hatten die Liberalen ihre Parteispitze gewählt. FDP-Chef Guido Westerwelle wurde mit einem Rekordergebnis von 95,8 Prozent in seinem Amt bestätigt. Zuvor hatte er vor einem Linksruck gewarnt und angekündigt, seine Partei als eigenständige Kraft in den Wahlkampf zu führen. Eine Koalition mit der SPD schloss Westerwelle nicht explizit aus. Zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung wird am Sonntag die Spitzenkandidatin für die Europawahl, Silvana Koch-Mehrin, zu den Delegierten sprechen.
Auf Kritik stießen Teile des FDP-Programms bei CSU und SPD. CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer sagte: «Nicht überall, wo FDP drauf steht ist auch bürgerliche Politik drin, wie wir sie verstehen. Wir haben zum Teil doch beträchtliche Unterschiede bei Themen wie Asylpolitik und Familienpolitik.» Einem Lagerwahlkampf erteilte er eine Absage: «CDU, CSU und FDP müssen jeder für sich um die Stimmen der Wähler ringen.»
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) kritisierte die steuerpolitischen Forderungen der FDP. Die Menschen suchten nach Sicherheit und fragten nach Konzepten zur Krisenbewältigung, betonte er. Angesichts der modernen Anforderungen biete die FDP einen «Jurassic Park» von überholten und widerlegten Theorien. Gabriel fügte hinzu: «Westerwelle ist Merkels neuer Kirchhof.» 2005 hatte eine Kontroverse über Steuerpläne des von Merkel zu Rate gezogenen Professors Paul Kirchhof den Wahlkampf der CDU belastet.
Der Grünen-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Jürgen Trittin, kritisierte, die FDP verfolge nur das Interesse, den Besserverdienenden und Vermögenden die Steuern zu senken. (ddp)

12:41
Die FDP ist für mich eine reine Oppositionspartei. Das Konzept 15-25-35 oder jetzt 10-25-35 entlastet doch nur die Reichen. Westerwelle strebt die entlastungdes Mittelstandes an. Fragen Sie ihn doch mal:
a) wie er das gegenfinazieren will (und rechnen Sie selbst nach, ob sowas stimmen kann)
sowie b) ab welchem Einkommen der sogenannte Mittelstand beginnt...
10:50
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10:13
..ich habe gesehen wie Steinbrück den
> dauergrienenden Westerwelle und den schönen von und zu mit
> überzeugenden Argumenten auseinander genommen hat und
> ehrlich und überzeugend darstellte dass es keine
> Steuersenkung geben kann (im Gegensatz zu den Herren Westerwelle und von und zu...),
> und nur wenn dann nur mit andern Einsparungen; wo? wieder die
> Kilometerpauschale abschaffen? Einschnitte ins Soziale-Netz?
> wie Westerwelle es will, Kündigungsschutz aufheben? Das
> Gesundheitssystem auf privat umstellen, wie das auch
> Westerwelle will...seine Klientel sind doch die, die das
> gerne hätten...(Obama kämpft im Moment dafür so etwas was
> wir haben einzuführen, weil zich Amerikaner keine
> Krankenversicherung haben und sich nicht leisten können) und
> darum muß man sich zu Gemüte führen was Westerwelle
> will!---übrigens für mich besteht heute die FDP nur aus den
> grinsenden Westerwelle oder hast du schon ´mal was
> Bedeutendes von den anderen gehört?
> Ich war übrigens überzeugtes Mitglied der FDP Ende der 70er/Anfang 80er
> Jahre....eine schöne Woche und geht am 27.9.wählen und maht eure 2 Kreuze
> , jeder Nichtwähler stärkt die Extremisten...liebe
> Grüße aus Duisburg.
klaus h
18:58
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14:27
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13:08
Sorry, der angeblich 60. Parteitag der FDP in Hannover, nur eine Medienente.
Liebe, aufgeregte Kommentatoren, fahrt euren erhöhten Blutdruck wieder geregelt vom PC.
In Wirklichkeit, wie auch das Foto, Guido mit FDP Milchkaffee zeigt, handelte es sich hier nur um das Bundestreffen der Gaukler und Kleinstbühnen Kommödianten.
12:36
dass die fdp es nicht kann, durfte sie über viele, viele jahre des mitregierens beweisen !!!
o. k., steuerhinterziehinugn oder beihilfe zur selbigen, ist für diese interessenvertreter kein neuland (vgl. z. b. otto graf lambsdorff -> flick-affäre) ...
wer hat allerdings da nachholbedarf ??? --- ich denke, niemand !!!
diese mehrheitsbeschafferpartei, soll weiterhin für späße und gauditum in der politik sorgen, denn dieses gebiet decken sie bestens ab und können keinen schaden anrichten ...
neoliberal = unsozial
10:34
Repräsentiert doch die FDP für viele der Kommentatoren hier genau das, was sie niemals sein werden.
Eine Partei der Leistungsträger, erfolgreich gut gebildet, informiert und tolerant.
09:57
#60, #61
ja nee is klar,
wer will denn die Stasi bei uns einführen.
Die Sekretärin für Agitation und Propaganda und der kleine auf zwei Rädern.
09:56
Neoliberal also FDP heißt unsozial.
Wer die Rede von Herrn Westerwelle auf dem Parteitag gehört hat weis was auf Deutschland zukommt. Ich hoffe die Wähler stoppen diesen Demagogen.