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Politik

FDP will Rüttgers Wähler abjagen

19.01.2009 | 22:05 Uhr

NRW. Die Liberalen können vor Kraft kaum laufen und wollen im Land von der "wachsenden Unzufriedenheit" mit der großen Koalition profitieren.

"Viele bewerten den Linksruck der CDU kritisch": FDP-Fraktionschef Papke. (Foto: v. Born)

DÜSSELDORF. Die FDP kann in NRW nach der Hessen-Wahl vor Kraft kaum laufen. Bei den diesjährigen Wahlen an Rhein und Ruhr - Kommunal, Europa und Bund - wollen die Liberalen von der "wachsenden Unzufriedenheit" mit der großen Koalition profitieren. Dabei will die FDP vor allem der CDU Stimmen abjagen.

"Es gibt viele Wähler, die den Linksruck der CDU kritisch bewerten", sagte FDP-Fraktionschef Gerhard Papke mit Blick auf Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, "sie setzen auf uns." In Fragen der marktwirtschaftlichen Erneuerung sei die CDU "nicht immer klar".

Bei Rüttgers hat das Hessen-Ergebnis die Zuversicht verstärkt, dass es auch im September auf Bundesebene für eine schwarz-gelbe Mehrheit reichen könnte. "Das macht die Ausgangslage für die Bundestagswahl klarer", sagte er. FDP-Landeschef Andreas Pinkwart sprach von einem "Weckruf für einen Politikwechsel im Bund".

Eine "herbe Niederlage" ihrer Partei räumte SPD-Landeschefin Hannelore Kraft ein, Rückschlüsse auf NRW ließ sie aber nicht zu. "Hessen ist Hessen", sagte sie. Wie sich die wahre Lage der Parteien in NRW darstelle, werde man frühestens nach der Bundestagswahl sehen. Das 5,4-Prozent-Ergebnis der Linkspartei in Hessen zeige, dass es gelingen könne, die Linke 2010 aus dem Landtag herauszuhalten.

Grüne buhlen um enttäuschte SPD-Wähler

Die Grünen wollen in NRW gezielt um enttäuschte SPD-Anhänger werben und um rot-grüne Wechselwähler kämpfen. Da eine Regierung mit CDU und FDP wegen inhaltlicher Differenzen aber "unwahrscheinlich" sei, so Landeschef Arndt Klocke, bleibt die SPD erster Partner. Sie müsse Rüttgers offensiver angehen, der es auf ihre Stammwähler abgesehen habe. (NRZ)

THEO SCHUMACHER

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Kommentare
20.01.2009
07:13
FDP will Rüttgers Wähler abjagen
von theRebel | #1

Wie schön, das die Parteien -aber immer nur vor Wahlen- genau wissen, was die Wähler wollen und denken. Ewig widerkehrende Rituale. Statt mal durch ganzheitliche, klare Arbeitsergebnisse zu glänzen, die dem Volkeswillen entspricht

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