FDP sieht "erheblichen Schaden" durch Platzvergabe bei NSU-Prozess

Auch die FDP kritisiert die Vergabe der Journalistenplätze im Münchner NSU-Prozess. Das Oberlandesgericht zeige mit seiner Entscheidung "wenig Sensibilität", sagte der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Serkan Tören, der Nachrichtenagentur dapd. "Es entsteht für türkische Bürger der Eindruck, dass da etwas verheimlicht werden soll."

Berlin (dapd-bay). Auch die FDP kritisiert die Vergabe der Journalistenplätze im Münchner NSU-Prozess. Das Oberlandesgericht zeige mit seiner Entscheidung "wenig Sensibilität", sagte der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Serkan Tören, der Nachrichtenagentur dapd. "Es entsteht für türkische Bürger der Eindruck, dass da etwas verheimlicht werden soll." Das Ansehen Deutschland erleide "erheblichen Schaden".

Für den Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer der Terrorzelle NSU hatten Medien aus der Türkei und Griechenland keinen festen Platz bekommen, obwohl die NSU-Opfer aus diesen Ländern stammen. Aus Platzgründen dürfen nur für 50 Journalisten im Gerichtssaal sein. Das Gericht hatte den 50 Medienvertretern einen festen Platz gegeben, die sich als erstes angemeldet hatten.

dapd