Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Politik

FDP sieht "erheblichen Schaden" durch Platzvergabe bei NSU-Prozess

27.03.2013 | 11:47 Uhr
Foto: /dapd/Lukas Barth

Auch die FDP kritisiert die Vergabe der Journalistenplätze im Münchner NSU-Prozess. Das Oberlandesgericht zeige mit seiner Entscheidung "wenig Sensibilität", sagte der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Serkan Tören, der Nachrichtenagentur dapd. "Es entsteht für türkische Bürger der Eindruck, dass da etwas verheimlicht werden soll."

Berlin (dapd-bay). Auch die FDP kritisiert die Vergabe der Journalistenplätze im Münchner NSU-Prozess. Das Oberlandesgericht zeige mit seiner Entscheidung "wenig Sensibilität", sagte der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Serkan Tören, der Nachrichtenagentur dapd. "Es entsteht für türkische Bürger der Eindruck, dass da etwas verheimlicht werden soll." Das Ansehen Deutschland erleide "erheblichen Schaden".

Für den Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer der Terrorzelle NSU hatten Medien aus der Türkei und Griechenland keinen festen Platz bekommen, obwohl die NSU-Opfer aus diesen Ländern stammen. Aus Platzgründen dürfen nur für 50 Journalisten im Gerichtssaal sein. Das Gericht hatte den 50 Medienvertretern einen festen Platz gegeben, die sich als erstes angemeldet hatten.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
27.03.2013
16:01
FDP sieht
von Der.Luedenscheider | #1

Dann hätten auch die verehrten Damen und Herren der FDP ihren Hintern vor der Vergabe der Plätze mal bemühen sollen. Im Nachhinein Fingerpointing auf andere zeigt nur, dass gewisse Leute sich nicht im Vorfeld mit wichtigen Punkten auseinandergesetzt haben.

Wenn ein Punkt so wichtig ist, muss das im Vorfeld geklärt sein. Wenn das nicht geschieht, hat jemand gepennt. Und zwar stark genug, dass es im Arbeitsleben mindestens eine Abmahnung gegeben hätte. Aber so viel Verantwortung wird wohl keiner übernehmen.

Umfrage
Samstag ist Feiertag, die Geschäfte haben geschlossen - dafür sind am Sonntag in vielen Städten die Geschäfte geöffnet . Was halten Sie von verkaufsoffenen Sonntagen?

Samstag ist Feiertag, die Geschäfte haben geschlossen - dafür sind am Sonntag in vielen Städten die Geschäfte geöffnet. Was halten Sie von verkaufsoffenen Sonntagen?

 
Aus dem Ressort
"Gläserne Autofahrer" - Datenschützer kritisieren Maut-Pläne
Verkehr
Eigentlich sollte ähnlich wie etwa in Österreich mit einem "Pickerl" erfasst werden, ob ein Autofahrer die Pkw-Maut gezahlt hat. Jetzt soll die Abgabe laut Gesetzentwurf doch per automatischer Nummernschild-Erkennung an den Autobahnen kontrolliert werden. Datenschützer sehen das äußerst kritisch.
Justizminister Maas droht Hooligans mit Verfassungsschutz
TV-Talk
Die Gewalttäter und Hetzer von Köln haben Polizei und Politik überrascht – und die Republik aufgeschreckt. Die neue Allianz von Rechtsextremen und Hooligans alarmiert die Behörden. Bei Maybrit Illner im ZDF kündigte ein Minister einen ungewöhnlichen Vorstoß an.
Jäger in NRW fühlen sich durch neues Gesetz selbst gejagt
Jagd
Umweltminister Remmels Jagdgesetz-Plan reißt emotionale Gräben auf. Aus der Jägerschaft wird der Kurs massiv kritisiert. Bekommt der Grüne eine Mehrheit? Vor allem die Verbote, wildernde Katzen zu schießen und Füchse mit Hunden zu jagen, erzürnt die Grünröcke.
Russland und die Ukraine haben sich im Gasstreit geeinigt
Ukraine
Noch gerade rechtzeitig vor dem Einbruch des Winters: Die Ukraine und Russland haben sich im Gasstreit geeinigt - nach zweitägigen Verhandlungen unter Vermittlung der EU in Brüssel. Das ist nicht nur für die Ukraine, sondern auch für Westeuropa eine gute Nachricht.
Putins fliegende Museen steigen zu Machtdemonstrationen auf
Russland
Die Nato ist beunruhigt über außergewöhnlich umfangreiche Manöver der russischen Luftwaffe über den europäischen Meeren. Seit Dienstagnachmittag seien mehrere Langstreckenbomber und andere Militärflugzeuge an den Nato-Grenzen identifiziert worden. Auch deutsche Kampfjets stiegen auf.