Parteien-Clinch
FDP schimpft über Wirtschaftminister Guttenberg
25.08.2009 | 16:02 Uhr 2009-08-25T16:02:00+0200Berlin. Die FDP schießt weiter gegen die Union. Jetzt nehmen sich die Liberalen Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) vor. FDP-Generalsekretär Dirk Niebel wirft dem Bundeswirtschaftsminister Versagen vor. Auch den Vergleich mit Rumpelstilzchen scheut er nicht.
In der Auseinandersetzung zwischen FDP und Union um eine gemeinsame Koalition nach der Bundestagswahl haben die Liberalen nun Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) frontal angegriffen. «Während er im Schaufenster steht, entscheiden die anderen an ihm vorbei», sagte FDP-Generalsekretär Dirk Niebel im Interview mit «Handelsblatt. com». So habe zu Guttenberg bei der Bewahrung marktwirtschaftlicher Grundsätze nichts erreicht. «Er hat als Bundeswahlkampfminister manchmal Richtiges verkündet, dann aber in der Sache nichts durchgesetzt.» Guttenberg wolle wohl «Anwalt der sozialen Marktwirtschaft sein», könne es in dieser Regierung aber nicht.
Niebel vergleicht Guttenberg mit Rumpelstilzchen
Niebel nannte drei Themen, bei denen zu Guttenberg als Wirtschaftsminister gescheitert sei. So habe er bei der Enteignung des Immobilienfinanziers Hypo Real Estate (HRE) zwar einen Vorschlag für ein modernes Insolvenzrecht gemacht. Dann sei er aber eingeknickt. Ähnlich sei es bei der Frage gewesen, wie mit Opel und den staatlichen Hilfen umzugehen sei. «Hier hat Herr zu Guttenberg zwar mit dem Fuß aufgestampft, aber mehr als ein Tänzchen Marke Rumpelstilzchen ist nicht herausgekommen», sagte Niebel. Die letzte «Fehlleistung» sei gewesen, die Erarbeitung eines Gesetzentwurfes an eine Anwaltskanzlei auszulagern. Dies habe «einen ziemlich hässlichen Kratzer an seinem Lack verursacht».
Niebel urteilte: «Ein Erfolgsminister sieht nun wirklich anders aus.» Darüber hinaus fügte er hinzu: «Die Bundeskanzlerin hat den Wirtschaftsminister bei der Forderung, die Prinzipien marktwirtschaftlicher Grundsätze durchzusetzen, offenkundig im Stich gelassen.»
Westerwelle erklärt Streit mit Union für beendet
FDP-Chef Guido Westerwelle hat die Auseinandersetzung mit der Union in der Koalitionsfrage dagegen für beendet erklärt. «Mir ist gestern nach den anhaltenden Angriffen über mehrere Wochen der Kragen geplatzt», sagte Westerwelle am Dienstag bei der Aufzeichnung der ARD-Sendung «Klartext zur Wahl» in Berlin. «Ich habe meinem Unmut Luft gemacht, aber das war es jetzt auch», betonte er. Es gehe nicht um seine persönlichen Befindlichkeiten, sondern um die Bildung einer Regierung mit klaren Verhältnissen. «Wir wollen raus aus der großen Koalition», sagte der FDP-Vorsitzende. Für ihn sei bei allem, was Union und FDP unterscheide, klar, dass er eine gemeinsame Regierung mit CDU und CSU bilden wolle. «Dafür werbe ich», betonte er.
Auch Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) sprach sich in der Sendung für ein schwarz-gelbes Bündnis aus und rief zur Mäßigung auf. «CDU/CSU und FDP wollen miteinander eine Koalition machen», sagte Kauder. Er rate allen Beteiligten, mit den gegenseitigen Unterstellungen aufzuhören.
Union und FDP zanken seit Wochen über die Zusage zu einer gemeinsamen Koalition. Beide Seiten warfen einander vor, sich nicht deutlich genug zu einem schwarz-gelben Bündnis zu bekennen. Am Montag hatte Westerwelle erbost reagiert und gesagt, er wolle sich die «unflätigen, persönlichen Bemerkungen aus den Unions-Reihen» nicht länger bieten lassen. (ddp)

18:23
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17:10
Was hat die FDP denn überhaupt für kompetente
Wirtschaftsminister in der Vergangenheit aufzubieten gehabt :
1. Bangemann (ab in die EU)
2. Hausmann (Lobbyist für Autos)
3. Möllemann (Sturzflieger, kriminell)
4. den adeligen Lambsdorff (kriminell)
Alles , nur keinen Fachmann.
12:17
@12
Im Gegensatz z udir hat Guttenberg AHnung von dem was er tut. Und zum GLück ist er so wenig Politiker, dass er auch sagtt, dass man nich überlebensfähige Betriebe wie Opel nicht subventioniert.
Aber das kann man dem kleinen Mann natürlich nur schwer verkaufen.
10:28
Pack schlägt sich,Pack verträgt sich.
Und Lieb Guido Westerwelle der Spassmobilbesitzer macht schon die erste Kehrtwendung.
Eventuell ist es schon zu spät.;-)
08:06
Natürlich muss die FDP jetzt anfangen Herrn zu Guttenberg schlecht zu reden. Letztlich fordern diese Sebstüberschätzer ja sein Ministerium im Falle einer Koalition.
Ich kann nur sagen, weiter so Herr zu Guttenberg. Bitte lassen Sie keinen dieser Opas von der FDP ran. Womöglich noch der Brüderle, uahh
01:44
#11: haha ja sehr fähig der Förster-Baron aus dem Frankenwald. Und vor allem so kompetent und ausgestattet mit Fachwissen. Nun, scheint Tradition bei der CSU: auf dem Müllermeister folgt der Förster...haha wie fähig der Förster-Baron ist sieht man ja aktuell an GM/Opel. Wahnsinnig wie er das zusammen mit Merkel gehandelt hat. Die Amis in Detroit lachen sich wahrscheinlich halb tod über dieses unfähige Duo.
01:23
Da macht sich herr Niebel wirklich lächerlich. Guttenberg ist einer der fähigsten Politiker den dieses Land zur Zeit hat. Nicht nur seine wirtschattlich richtigen Entscheidungen, sondern auch sein kluges Auftreten, welches auch schwierige Sachverhalte verständlich werden läßt. Das musste auch Oskar merken, als er mal eben nach allen Regeln der Kunst vor einem Millionenpublikum vorgeführ wurde.
Also lieber Herr Niebel: Setzen sie mit Kritik dort an wo es wirklich welche zu äußern gibt.
21:25
Jetzt lassen die gelben die Hose runter und zeigen ihre wahre Fratze. Gegen alles und Jeden, kein Zuspruch zur sozialen Marktwirtschaft, sondern nur noch neoliberales Gedankengut mit dem Kapital als Krone.
20:01
@#8 Stefan S.: Frau Merkel hat ganz bestimmt die Interessen Ihres Volkes vertreten. Was meinen Sie, wenn jetzt das Protokoll dieses Arbeitsessen (ha, ha, ha) veröffentlicht wird? Da steht bestimmt drin, dass Angie auf die Einhaltung der Sozialen Marktwirtschaft gedrängt hat. Sie hat wahrscheinlich auch schon Strafen angedroht, z.B. ein Abendessen mit Herrn Glos, der doch zu dieser Zeit noch Wirtschaftsminister war. Nur zieht jetzt diese Strafe auch nicht mehr.
Ab jetzt wieder ernsthafte Beiträge. Warten wir unsere Kabarettisten ab, diese Steilvorlage wird sich ein Priol nicht entgehen lassen.
19:34
Wohl blöd gelaufen Frau Merkel. Hätte Ackermann bloß den Mund gehalten!
Die BILD hat nicht eine einzige Zeile darüber geschrieben, denn auf der Liste der eingeladenen Gäste war unter anderen Herr Diekmann der Chef der Bildzeitung! Auch dabei war Frau Springer! Da soll doch mal einer sagen: Frau Merkel vertrete die Interessen aller Deutschen.