FDP-Generalsekretär Christian Lindner tritt zurück
14.12.2011 | 10:04 Uhr 2011-12-14T10:04:10+0100
Berlin. Die Pannen bei der Organisation des Mitgliederentscheids zum Euro-Rettungsschirm wurden zu groß: FDP-Generalsekretär Christian Lindner tritt zurück. Der 32-Jährige gab seine Entscheidung am Mittwoch in Berlin bekannt. Die Opposition bezeichnete den Rücktritt Lindners als "Bauernopfer" - und forderte Röslers Sturz.
FDP-Generalsekretär Christian Lindner tritt nach zwei Jahren im Amt zurück. Das erklärte der 32-Jährige am Mittwoch in Berlin. Er habe Parteichef Philipp Rösler über diesen Schritt informiert, sagte Lindner. Die Entscheidung des 32-Jährigen erfolgte vor dem Hintergrund des FDP-Mitgliederentscheids über den Euro-Rettungsschirm ESM, an dem sich ein scharfer parteiinterner Streit entzündet hatte. Die Initiatoren des Entscheids hatten massive Kritik an der Organisation durch die Parteispitze geübt.
Die Opposition in Berlin reagierte umgehend auf die Nachricht. Lindner sei ein "Bauernopfer" für FDP-Chef Philipp Rösler, sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Thomas Oppermann vor Journalisten in Berlin. Der FDP-Generalsekretär ziehe mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus dem "Desaster des Mitgliederentscheids" um den Euro-Rettungsschirm ESM. Mit seinem Schritt versuche Lindner, Parteichef Rösler "noch ein paar Tage im Amt zu halten".
Christian Lindner will mit Rücktritt "neue Dynamik" ermöglichen
"Meine Damen und Herren,
Ich habe heute gegenüber Philipp Rösler in einem persönlichen Gespräch meinen Rücktritt als Generalsekretär erklärt. Im Anschluss habe ich meinen Landesvorsitzenden Daniel Bahr, meinen Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle und den Ehrenvorsitzenden Hans-Dietrich Genscher über meine Entscheidung unterrichtet. Gerade eben habe ich mich von den Mitarbeitern unseres Thomas-Dehler-Hauses verabschiedet.
Auf den Tag genau zwei Jahre erkläre, verteidige ich die Politik der FDP. In schwieriger Zeit habe ich sie mitzugestalten versucht. Ich bin dankbar für die Zusammenarbeit mit den Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle und Philipp Rösler. Vor allem aber danke ich den vielen Mitgliedern meiner Partei, die mir ihr Vertrauen ausgesprochen haben.
Es gibt den Moment, in dem man seinen Platz freimachen muss, um eine neue Dynamik zu ermöglichen. Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen haben mich in dieser Einschätzung bestärkt. Meine Erkenntnis hat für mich zur Konsequenz, dass ich aus Respekt vor meiner Partei und vor meinem eigenen Engagement für die liberale Sache mein Amt niederlege. Dadurch ermögliche ich es dem FDP-Bundesvorsitzenden Philipp Rösler, die wichtige Bundestagswahl 2013 mit einem neuen Generalsekretär vorzubereiten und damit auch mit neuen Impulsen für die FDP zu einem Erfolg zu machen.
Als Mitglied des Deutschen Bundestages werde ich weiter aus Überzeugung für den politischen Liberalismus kämpfen. Er wird in Deutschland dringender denn je gebraucht und er hat nur eine politische Heimat: die FDP.
Auf Wiedersehen."
Lindner gibt sein Amt nach fast genau zwei Jahren auf. Damit wolle er eine "neue Dynamik" ermöglichen, heißt es in einer Erklärung Lindners vom Mittwoch. Der Rücktritt wird im Zusammenhang mit dem Euro-Mitgliederentscheid gesehen. Er hatte das Amt des Generalsekretärs der Liberalen am 14. Dezember 2009 übernommen. Eine Nachfolge ist noch nicht in Sicht, hieß es in Parteikreisen. Sein Bundestagsmandat will Lindner aber behalten.
Lindner gehört zur sogenannten Boy-Group der Liberalen, zu der FDP-Chef Philipp Rösler (38) und Gesundheitsminister Daniel Bahr (35) gehören. Sie hatten nach dem Abgang von Guido Westerwelle die Führung der Liberalen übernommen. Rösler war erst Mitte Mai zum neuen Parteichef gewählt worden. Seit kurzem wird jedoch auch über seine Ablösung spekuliert.
Lindner hat Erfahrung im Scheitern
Der gebürtige Wuppertaler war im Jahr 2000 in den Düsseldorfer Landtag eingezogen. Als Jungspund der Liberalen in Nordrhein-Westfalen wurde Lindner vom damaligen FDP-Landeschef Jürgen Möllemann scherzhaft "Bambi" getauft. 2004 wurde er Generalsekretär der nordrhein-westfälischen FDP, seit 2009 gehört er dem Bundestag an. Sein Spitzname blieb.
Linder ist Hauptmann der Reserve. Neben seinen Reservisten-Einsätzen fährt der 31-Jährige in seiner Freizeit gern schnelle Sportwagen oder schaut alte Filme mit dem Schauspieler Steve McQueen. Mit Niederlagen musste er schon lernen, umzugehen. Als ganz junger Mann war er mit einer Startup-Firma gescheitert.(dapd, afp)

19:34
Auf jedem Schiff das segelt gibts einen der alles regelt.
Blickt man in die Führungsspitze kann man sehen,
hier läßt sich nichts mehr regeln , also muß man gehen.
13:41
er könnte doch als hauptmann, jetzt wo er zeit hat, nach afghanistan und gutes tun.
13:31
FDP... was war jetzt nochmal die FDP? Wie? Eine Splitterpartei die ständig Geschenke an Unternehmen verteilte und dafür den Bürger mehr belastete? Die in Affären verwickelt war wie Flick, Möllemann und ****, die gegen die UN- und EU-Konventionen zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung gestimmt haben und derzeit wegen einer dubiosen Spende von Heckler+Koch in der Kritik steht? Die FDP, die die gesetzlichen Krankenkassen abschaffen möchte? Die Partei, deren Mitglieder Rabatt bei der privaten Krankenversicherung DKV bekommen?
Hmm, keine Ahnung, kenn ich nicht. Muss eine ziemlich unbedeutende Partei sein, zum Glück.
13:26
Und?
Dann isser eben weg!
Solche Typen kommen immer irgendwo unter ...
13:17
Im Gegensatz zu allen hier Schreibenden, vertrete ich die Meinung, daß man eine rechtsliberale Partei braucht!
Alle sonstigen nahmhaften Parteien sind links, einschließlich einer halblinken CDU. Würde die FDP aus dem Bundestag eleminiert, bestünde dieses Gremium nur noch aus Parteien, die Geld verteilen wollen, es aber nicht zu beschaffen wissen! Diese Parteien würden wie jetzt erst von der SPD gefordert, die Steuern erhöhen!!! Eine solche Politik würde auch hier zu Verhältnissen führen, wie in Griechenland oder Italien!
Im Interesse einer florierenden Wirtschaft brauchen wir also rechtsliberal, ansonsten gehen wir pleite!
Dann stehen alle Transferbezieher des Staates vor leeren Kassen!
Sollte also die FDP verschwinden, wäre eine neue Partei
in dieser Ausrichtung zu begrüßen, z.B. mit Merz, Henckel ect, in der auch Lindner Platz hätte!
@#38 moin-moin
Um die Karre endgültig in den Dreck zu setzen?
Dieser ganze Euro-Zockermist, die Bankenkrise, die dreiste Gier nach mehr Geld und weniger Staat, das alles haben wir doch diesem wirtschaftsliberalen Bodensatz zu verdanken.
Merz, Henkel, Lindner und dazu womöglich noch Dr.No als wissenschaftlicher Berater zum Thema Internet in einer Partei?
Und Griechenland ist in den aktuellen Schwierigkeiten, weil die da so viele Steuern bezahlt haben?
Mann, Mann, Sie haben vielleicht Humor!
13:03
M+öven+ick kann man nicht mehr schreiben, irgendetwas stimmt mit dieser Software nicht
13:01
hat er denn schon einen Job bei ****?
12:59
Jetzt steht der Vereinigung von CDUsPD unter Jungpionierin a.D. Merkel doch nichts mehr im Wege. Die machen ohnehin die gleiche Politik, mit der einzigen Ausnahme, das die CDU die Arbeitslosen nur hungern, nicht aber wie die sPD verhungern lassen will, ganz nach dem Satz von Herrn Müntefering: "Wer nicht arbeitet, braucht auch nicht zu essen."
12:40
die schönste nachricht seit wochen wer jetzt noch fdp wählt demist nicht zu helfen jetzt die fdp auflösen und wier haben viel geld gespart
12:38
Huch..sollte doe FDP doch wieder eine ernstzunehmende Partei werden wenn nun die Lobbysiten, Interessenvertreter usw. zurücktreten und zu Politik für das Volk (egal wie breit) zurückkehren ???
Wäre ja mal etwas.
Bisher ist die FDP für uns als Normalverdiener ja nur als Vielversprechern und Nichtseinhalterpartei bekannt.
Achja...gute Aussenminister hatten die mal....jetzt haben wir ja eine Lebenspartner der seinen Freund mit auf Reisen nimmt