FDP-Generalsekretär Christian Lindner tritt vorzeitig ab
12.02.2010 | 20:24 Uhr 2010-02-12T20:24:09+0100
Düsseldorf.Das Personal-Karussell bei den Liberalen in NRW dreht sich früher als erwartet. Generalsekretär Christian Lindner tritt vorzeitig ab. Grund ist laut FDP-Landeschef Andreas Pinkwart die „herausfordernde Lage“ - damit sind wohl auch die sinkenden Umfragewerte gemeint.
Die NRW-FDPwechselt vorzeitig ihren Generalsekretär aus. Für Christian Lindner soll bereits am 22. Februar ein kommissarischer Nachfolger benannt werden. Ursprünglich sollte Lindner, seit Jahresende auch FDP-Bundesgeneral, bis zum Landesparteitag Mitte März in Doppelfunktion bleiben.
Heftiger politischer Gegenwind
FDP-Landeschef Andreas Pinkwart begründet in einem Brief an den Landesvorstand das Vorziehen der „zentralen personellen Weichenstellung” mit der „herausfordernden Lage”, in der sich die FDP derzeit befinde. Womit sinkende Umfragewerte und heftiger politischer Gegenwind diplomatisch umschrieben sind. Die FDP müsse voll arbeitsfähig sein, um „auf allen Ebenen” in die Offensive gehen und Angriffe politischer Wettbewerber „wirksam abwehren” zu können.
Bei Pinkwarts missglücktem Vorstoß, die Senkung der Hotelsteuer noch zu stoppen, hatte sich Lindner gegen seinen Landesvorsitzenden gestellt. Als Kandidaten für die Lindner-Nachfolge werden Kai Abruszad (Dezernent in Minden-Lübbecke), Marcel Hafke (JuLi-Chef) und Joachim Stamp (holte 67,6 Prozent bei der Kommunalwahl in Bonn) genannt.

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