FDP-Chef Lindner fordert personelle Stärkung der Gymnasien in NRW
24.02.2013 | 20:05 Uhr 2013-02-24T20:05:00+0100
Düsseldorf. Christian Lindner fordert für die Gymnasien mehr Lehrerstellen. Da durch den Wegfall des doppelten Abiturjahrgangs 2000 Stellen frei würden, sollte diese Situation genutzt werden, um die Gymnasien in NRW personell zu stärken, so der NRW-FDP-Chef.
FDP-Landeschef Christian Lindner fordert einen Stärkungspakt Gymnasien in NRW. Obwohl in einigen Kommunen bereits jeder zweite Grundschüler aufs Gymnasium wechselt, würden die Gymnasien bei Lehrerstellen und Klassengrößen benachteiligt gegenüber Sekundarschulen, sagte Lindner unserer Zeitung.
Lindner kritisierte, dass der „Klassenfrequenzrichtwert“ an der Sekundarschule bis Klasse 10 auf 25 Schüler festgesetzt wurde. An den anderen weiterführenden Schulen – Gymnasien, Gesamtschulen und Realschulen – soll die Klassengröße langfristig lediglich von 28 auf 26 Schüler gesenkt werden. Da kein konkreter Termin festgelegt sei, könnte sich die Absenkung aus FDP-Sicht bis zum Auslaufen des Schulkompromisses 2023 hinziehen. „Die Landesregierung lässt das Gymnasium als erfolgreichste Schulform weitgehend allein“, so Lindner.
Chance Schulzeitverkürzung
Derzeit besuchen rund 600 000 Schüler die 627 NRW-Gymnasien. Um die individuelle Förderung zu verbessern, fordert die FDP bis 2015 eine zusätzliche Lehrerstelle an den Gymnasien. „Durch den Wegfall des doppelten Abiturjahrgangs werden 2000 Lehrerstellen frei, von denen nach rot-grünen Plänen die Hälfte wegfallen wird“, rechnete Lindner vor.
Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Christian Lindner will stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei werden. Das gab der Politiker in einem Zeitungsinterview bekannt. Erst vor gut einem Jahr hatte Lindner sein Amt als Generalsekretär der Bundes-FDP niederlegt.
Die Schulzeitverkürzung biete aber die Möglichkeit, die Förderung an den Gymnasien über einen Stärkungspakt zu verbessern. Dafür sollten zusätzlich 672 Lehrerstellen im System bleiben. Während sich Rot-Grün auf ihre „Lieblingsschulformen“ Gesamt- und Sekundarschule konzentrierten, forderten Schüler, Lehrer und Eltern gleiche Förderbedingungen an Gymnasien, mahnte Lindner.
Nach Berechnungen des NRW-Schulministeriums entstehen durch den Schülerrückgang bis 2023/24 voraussichtlich demografische Effekte von insgesamt 18 500 Lehrerstellen. Ein Teil der freiwerdenden Stellen soll für kleinere Klassen und bessere individuelle Förderung genutzt werden.
Lindner sieht die Gymnasien vor großen Herausforderungen, weil sich das Leistungsspektrum durch die höheren Zugangsquoten verbreitert. Damit werde die individuelle Förderung wichtiger.
Referendare in NRW halten
Die FDP fürchtet, dass bei einem Abbau von 1000 Lehrerstellen an Gymnasien viele in NRW ausgebildete Referendare keine Stelle finden und das Bundesland verlassen. Auch CDU-Schulexperte Klaus Kaiser verlangte Schritte, damit gut ausgebildete Referendare künftig an Gymnasien eine Einstellungschance behalten. „Wir müssen uns dringend mit dem Problem beschäftigen.“

20:08
Völlig richtige Forderung, leider will rot/grün aber gerade bei den Gymnasien Geld sparen und die überflüssigen Lehrer raussetzen! Natürlich sind auch keine 20 Schüler-Klassen geplant!
18:34
Die meiner Meinung nach völlig einseitige politische Berichterstattung der WAZ war für mich mit ein Grund, mich aus der Diskussion aus zu klinken. Und wenn ich mich hier umsehe, scheinen einige meinem Beispiel gefolgt zu sein, kaum noch was los hier. Der Grund des Verhaltens der WAZ ist meiner Meinung nach Sonnenklar: Die Linke soll raus gehalten, die FDP rein gebracht werden. Auch die SPD setzt meiner Meinung nach die WAZ gewaltig unter Druck, erhofft sie sich doch die so dringend benötigten Prozente von den Linken einverleiben zu können. Ich würde daher in diesem Zusammenhang das Wort "überparteilich" mit dem die WAZ sich so gerne schmückt, zum Unwort des Jahres erklären. An einem Parteiblatt, gleich von welcher Partei, habe ich allerdings nicht das geringste Interesse. Trotzdem werde ich die Diskussionen aufmerksam weiter verfolgen.
17:46
Jeder weis seit Kohl wo die WAZ steht und es ist ganz klar," dass sie diese Regierung unterstützt" Dafür wird auch jeden Tag über den " Schreihals Lindner berichtet" egal ob er auch noch die Wetterprognose abgibt.......Man muss die FDP schließlich über 5 % bekommen, damit schwarz-gelb weiter regieren kann.....gelle.......
15:55
So langsam läutet die WAZ-Mediengruppe ihren Wahlkampf für die FDP ein. Dieser Artikel wurde heute in der NRZ ganz oben auf der ersten Seite mit einem Bild vom nett lächelnden Lindner angekündigt. Warum frag ich mich.
Noch nie wurde so positiv auf der ersten Seite auf die Linke oder die Piraten aufmerksam gemacht.
11:15
Man, man, man Lindner. Ist denn schon wieder Wahlkampf? Erst soll der Staat -also wir alle- sparen und jetzt will er mehr Lehrer an Gyms. Wenn der Lindner nicht so ein toller Populist wäre, ich könnte mir vorstellen, dass viele auf sein Gestammel hereinfallen würden.
So also stellt sich der FDP Lindner den verantwortungsvollen Umgang mit unseren Steuergeldern vor? War es nicht die FDP, die Lehrerstellen abgebaut hat und war es nicht die FDP, die "vermehrt auf Springerstellen" gebaut hat. Sind nicht unter der rigiden Bildungspolitik der FDP vermehrt Lehrer nach Nieders. und Hessen ausgewandert, weil sie in NRW nur befristete Stellen ohne Aussicht auf eine feste Anstellung erhalten haben?
Hr. Lindner: Ich weiß, viele halten Sie für einen guten Politiker, für die Hoffnung der FDP. Ich nicht! Ich halte sie für einen kompetenzvortäuschenden Schreihals! Aber Sie haben die Möglichk. weit nach oben zu kommen. Ganz so wie G. Westerwelle... ;-)