Fast jeder zweite Schüler bleibt mittags in der Schule

Bei der offenen Ganztagsschule – wie hier in Rees – ist das Angebot freiwillig.
Bei der offenen Ganztagsschule – wie hier in Rees – ist das Angebot freiwillig.
Foto: NRZ
Immer mehr Schüler werden auch nach dem Unterricht in der Schule betreut. Es gibt offenen und gebundenen Ganztag, Übermittagbetreuung und „Schule von acht bis eins“. Das Angebot ist unübersichtlich – aber die Tendenz dafür eindeutig.

Düsseldorf.. Schüler in Nordrhein-Westfalen werden zunehmend über den „normalen Unterricht“ hinaus in der Schule betreut. Inzwischen nimmt bereits die Hälfte der 175 000 Hauptschüler ein pädagogisches Ganztags- oder Betreuungsangebot wahr. An den Gesamt- und Gemeinschaftsschulen ist der gebundene Ganztag in der Sekundarstufe I Regelangebot.

Nach Angaben des Statistischen Landesamts in Düsseldorf nutzen inzwischen auch 44,3 Prozent der 652 000 Grundschüler neben dem regulären Unterricht zusätzlich freiwillige Betreuungsangebote. Allein 33,5 Prozent der Grundschüler werden im Rahmen der „offenen Ganztagsschule“ betreut. Daneben gibt es Angebote wie die „Schule von acht bis eins“. Allerdings besuchten nur 0,5 Prozent der Grundschüler im Schuljahr 2011/12 gebundene Ganztagsschulen, an denen die Angebote für alle Schüler verpflichtend sind.

Auch Realschüler und Gymnasiasten bleiben mittags

Aber auch an Realschulen (20,8 Prozent) und Gymnasien (24,6 Prozent) werden in der Sekundarstufe I (bis Klasse 10) immer mehr Schüler ganztags unterrichtet oder nehmen Betreuungsangebote wie die Übermittagbetreuung in Anspruch. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll die Ganztagsbetreuung an Schulen in Nordrhein-Westfalen ausgebaut werden.