Fast jeder zweite Schüler bleibt mittags in der Schule
10.08.2012 | 17:27 Uhr 2012-08-10T17:27:00+0200
Düsseldorf. Immer mehr Schüler werden auch nach dem Unterricht in der Schule betreut. Es gibt offenen und gebundenen Ganztag, Übermittagbetreuung und „Schule von acht bis eins“. Das Angebot ist unübersichtlich – aber die Tendenz dafür eindeutig.
Schüler in Nordrhein-Westfalen werden zunehmend über den „normalen Unterricht“ hinaus in der Schule betreut. Inzwischen nimmt bereits die Hälfte der 175 000 Hauptschüler ein pädagogisches Ganztags- oder Betreuungsangebot wahr. An den Gesamt- und Gemeinschaftsschulen ist der gebundene Ganztag in der Sekundarstufe I Regelangebot.
Nach Angaben des Statistischen Landesamts in Düsseldorf nutzen inzwischen auch 44,3 Prozent der 652 000 Grundschüler neben dem regulären Unterricht zusätzlich freiwillige Betreuungsangebote. Allein 33,5 Prozent der Grundschüler werden im Rahmen der „offenen Ganztagsschule“ betreut. Daneben gibt es Angebote wie die „Schule von acht bis eins“. Allerdings besuchten nur 0,5 Prozent der Grundschüler im Schuljahr 2011/12 gebundene Ganztagsschulen, an denen die Angebote für alle Schüler verpflichtend sind.
Auch Realschüler und Gymnasiasten bleiben mittags
Aber auch an Realschulen (20,8 Prozent) und Gymnasien (24,6 Prozent) werden in der Sekundarstufe I (bis Klasse 10) immer mehr Schüler ganztags unterrichtet oder nehmen Betreuungsangebote wie die Übermittagbetreuung in Anspruch. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll die Ganztagsbetreuung an Schulen in Nordrhein-Westfalen ausgebaut werden.

03:11
Ich kann da immer nur an meinen Musiklehrer denken der mal sagte: "Also was die den Kindern heute antun geht gar nicht, ich hab doch keinen Bock als Kind die selben Fressen den ganzen Tag zu sehen und dann Abends nach Hause zu kommen und nichts mehr machen zu können."
Kann ich nur zustimmen.
18:59
Was machen eigentlich die ganzen Sportvereine, Jugendheime, Pfadfinder und was weiß ich nicht, wenn in Zukunft die Kinder zur 24- Stunden- Betreuung in die Schule müssen, damit Mutti über ihren Niedriglohn unser Wirtschaftswachstum sichern kann?
Platt gesagt: Dummes Gesicht un guten Eindruck. Die Kinder und Jugendlichen klemmen sich dann auch noch an PC oder vor den Fernseher oder wollen wirklich nur mal raus, mit Freunden treffen ohne irgendwelche Verpflichtungen.
Es gab schon Schulen, die bei den Vereinen wegen Angeboten in der Nachmittagszeit (!?) nachgefragt haben. Wie soll das denn klappen? Ohne Mitgliedschaft im Verein? Fahrten am Wochenende oder in den Ferien? Wer kann denn am Nachmittag als Gruppenleiter? Benotung, weil evtl. als Wahlpflichtfach als AG oder so?
18:10
Arme Kinder.