Fall Edathy: Oppermann zurückhaltend

An Rhein und Ruhr..  In seiner voraussichtlich letzten Zeugenbefragung hat der Edathy-Untersuchungsausschuss des Bundestages noch einmal SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann befragt. Dieser betonte gestern in der mehrstündigen Vernehmung, er habe sich vor der Hausdurchsuchung bei Sebastian Edathy im Februar 2014 „nur wenige Minuten mit dem Fall beschäftigt“.

Der Untersuchungsausschuss soll herausfinden, wer dem damaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Edathy Ende 2013 verraten hatte, dass gegen ihn wegen Kinderpornografie ermittelt wird.

Alle Ausschussmitglieder mit Ausnahme der SPD-Abgeordneten vermuten, dass Oppermann eine Schlüsselrolle in dieser Affäre um Geheimnisverrat und Strafvereitelung gespielt hat.

Viele Abgeordnete vermuteneine Schlüsselrolle

Oppermann hatte schon bei seiner ersten Befragung alle Vorwürfe von sich gewiesen. Edathy hatte ausgesagt, der SPD-Abgeordnete Michael Hartmann habe ihn gewarnt. Hartmann ist seit Februar krankgeschrieben und steht dem Untersuchungsausschuss nicht mehr als Zeuge zur Verfügung.

Thomas Oppermann will mit Michael Hartmann nicht über den Kinderporno-Verdacht gesprochen haben, bevor Edathy im Februar 2014 sein Mandat niedergelegt hatte, sondern nur über Edathys „Gesundheitszustand“.