Faber sieht 500 Jobs auf der Kippe
24.10.2007 | 19:55 Uhr 2007-10-24T19:55:42+0200Düsseldorf. (goe) Der NRW-Landtag hat ein Gesetz zum neuen Glücksspiel-Staatsvertrag beschlossen. Das Gesetz regelt von Januar 2008 das Lotto- und Internet-Wettgeschäft neu. Danach werden Wetten und Geldspiele im Internet verboten und die Werbung für
Private Glücksspielfirmen, wie die in Bochum ansässige Lottofirma Faber, erhalten nur noch unter strengen Bedingungen eine Betriebserlaubnis und müssen über Suchtgefahren informieren. Lotto-Chef Norman Faber, der bundesweit Spielgemeinschaften zusammenstellt, befürchtet das Aus für sein Unternehmen und drohte mit Klagen bis hin zum Bundesverfassungsgericht. "513 Stellen stehen auf der Kippe", sagte Faber unserer Zeitung. Er habe bisher 800 Millionen Euro Steuern ans Land gezahlt und könne deshalb die Verschärfung des Glückspielmonopols nicht verstehen. Eine Reihe von Bundesländern haben Faber aber signalisiert, ihm keine Genehmigung mehr zu erteilen. Notfalls will Faber in die Niederlande wechseln, um Lottospiele aus dem Ausland anzubieten. Bis dahin hoffe er aber, dass der Vertrag noch in einzelnen Bundesländern gekippt wird. Der Staatsvertrag gilt, wenn mindestens 13 der 16 Länderparlamente zustimmen.

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