Experten sehen Röttgen als Rivalen Merkels
01.11.2010 | 17:14 Uhr 2010-11-01T17:14:00+0100
Düsseldorf.Bundesumweltminister Norbert Röttgen ist neuer Vorsitzender der NRW-CDU. Damit verbunden ist ein enormer Machtzuwachs in der Union.
Nach seinem Sieg beim Mitgliederentscheid um den Landesvorsitz der NRW-CDU sehen Parteienforscher Bundesumweltminister Norbert Röttgen auf dem Weg zur Nummer zwei hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel. Antworten auf Fragen nach der Zukunft der Christdemokraten an Rhein und Ruhr gebe die Personalentscheidung hingegen kaum, so die Experten. Röttgen hatte sich am Sonntag mit 54,8 Prozent gegenüber Armin Laschet (45,2 Prozent) durchgesetzt.
Oppositionsstrategie noch unklar
„Röttgen steigt zu den Einflussreichen der Bundes-CDU auf. Er kann der Kanzlerin nun mit der Autorität des größten Landesverbandes gegenübertreten“, sagte Parteienforscher Gerd Langguth von der Universität Bonn. Röttgens Erfolg in der Auseinandersetzung mit dem früheren NRW-Minister Laschet sei auf seinen höheren Bekanntheitsgrad zurückzuführen. „Noch ist aber unklar, wie die Oppositionsstrategie unter dem Bundesminister Röttgen aussehen soll“, so Langguth.
Auch Karl-Rudolf Korte von der Uni Duisburg-Essen sieht „einen erheblichen Machtzuwachs“ für Röttgen. „Dass der NRW-Vorsitzende in der Bundes-CDU großes Gewicht hat, ist eine Selbstverständlichkeit“, sagte Korte. Bislang stehe Röttgen für den „Wunsch nach einem Neuanfang“, ohne dass Inhalte formuliert seien.
Die Wahlbeteiligung fiel unerwartet hoch aus: 52,8 Prozent der rund 160 000 Christdemokraten stimmten ab.

22:22
die experten sind experten aus der industrie,
in sogenannten expertengruppen entscheiden dort einige lobbyisten gerne ueber die koepfe der politiker hinaus.
die expertengruppenidee stammt von der fdp weil man dort alles mooegliche vorwegentscheiden kann ohne das parlament wirklich in wichtigen dingen zu befragen.
herr roetgen steht da voll gut im kurs wer nicht fragt und blind abzeichnet schein fuer diese experten wohl am geeignesten als ...die kanzlerin.
22:11
Diese Wahl ist alleine für die weitere Karriere von Herrn Röttgen von Vorteil. Für Frau Merkel bedeutet die Wahl eine zweite Front. CDU Intern der ehrgeizige Herr Röttgen und extern die FDP mit den Herren Westerwelle und Brüderle. Wer solche „Freunde“ hat braucht eigentlich keine SPD mit Herrn Gabriel als Gegner.
12:52
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12:42
Welch Experten sehen das so? Ich als Experte sehe das nicht so.
12:29
Rivale? Er ist doch durch Merkel als Bettvorleger gelandet. Seine Vorstellungen im Atomstreit musste er begraben. Darum ist der Mann für mich absolut unglaubwürdig wie die gesamte verlogene CDU. In NRW bekommt er keine Schnitte. Langfristig.
11:04
Jetzt kann er beweisen, daß er einen ***** in der Hose hat! Beim letzten Mal - bei der Laufzeit von AKWs - hat er am Ende einen Diener vor Merkel gemacht!
11:04
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10:37
Wer bezahlt eigentlich diese Parteienfoscher und Politikwissenschaftler, die mit wichtigem Gesicht Binsenweisheiten verkünden?
„Noch ist aber unklar, wie die Oppositionsstrategie unter dem Bundesminister Röttgen aussehen soll“
Ist ja ein Ding, und das obwohl Röttgen jetzt schon mehrere Stunden im Amt ist?
Und wieso wird Röttgen jetzt sofort zum Rivalen von Frau Merkel? Sollte er sich nicht erst einmal im neuen Amt bewähren?
10:06
@W.Erpel:
Harte Kante? Um es in der Politik zu was zu bringen, muss man geschmeidig wie ein Zäpfchen sein. Diese Qualifikation hat Herr Röttgen bereits mehrfach bewiesen. Er ist also bestimmt noch nicht am Ende seiner Karriere.
09:43
Die ersten Runde hat er bereits verloren, und zwar in der Atompolitik, bei der er etwas anderes versprochen hatte als er gegen die Kanzlerin durchsetzen konnte. Meines Erachtens hat er damit die üblichen Vorurteile bei Politikern erfüllt, vorsichtshalber keine harte Kante zu zeigen.