Experten: Ein-Euro-Jobs helfen wenig

Nürnberg..  Ein-Euro-Jobs stellen nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern für nur wenige Langzeitarbeitslose geeignete Brücken zur Rückkehr in ein normales Leben dar. Ein-Euro-Jobber kämen sich weiterhin als „Almosenempfänger“ vor; viele fühlten sich dadurch gesellschaftlich nicht besser integriert, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Besonders negativ beurteilten Ein-Euro-Jobber ihre Situation, wenn sie die Stellen lediglich aus Angst vor Sanktionen angenommen hätten. „Betrachtet man alle Teilnehmer an Ein-Euro-Jobs, lässt sich im Durchschnitt kein verbessertes Gefühl gesellschaftlicher Zugehörigkeit durch die Teilnehmer feststellen“, lautet die Bilanz. Besser gesellschaftlich integriert fühlen sich dagegen frühere Langzeitarbeitslose, die eine vom Jobcenter finanziell unterstützte Stelle in einem regulären Unternehmen vermittelt bekamen. Da sie ihr Geld in Form einer Lohnzahlung direkt vom Arbeitgeber erhielten, fühlten sie sich als eigenständige Verdiener, stellten die Forscher fest.