Das aktuelle Wetter NRW 23°C
Politik

Experte der Bundesregierung bedauert Ende von Missbrauchshotline

18.01.2013 | 06:02 Uhr
Foto: /dapd

Der zuständige Experte der Bundesregierung hat sich enttäuscht über das Aus für die Missbrauchshotline in der katholischen Kirche gezeigt. "Es ist sehr bedauerlich", sagte der unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, den "Ruhr Nachrichten".

Dortmund (dapd). Der zuständige Experte der Bundesregierung hat sich enttäuscht über das Aus für die Missbrauchshotline in der katholischen Kirche gezeigt. "Es ist sehr bedauerlich", sagte der unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, den "Ruhr Nachrichten". "Telefonische Hotlines sind wichtig, weil sie die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme für Betroffene senken", betonte er.

Nachdem zuvor auch eine Studie über den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche gestoppt wurde, fordert Rörig ein höheres Engagement der Bischöfe zur Aufarbeitung der Fälle. "Ich erwarte die schnelle Präsentation einer Lösung, wie die Aufarbeitung wissenschaftlich unabhängig und transparent fortgesetzt werden soll", sagte er.

Die Telefon-Hotline war zum Jahresende 2012 eingestellt worden. Bis dahin hatten sich innerhalb von mehr als zwei Jahren rund 8.500 Menschen auf der Nummer gemeldet. Mehr als 60 Prozent der Nutzer gaben an, selbst Opfer sexueller Gewalt geworden zu sein.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Die Bundesregierung erwägt, Arzttermine zentral zu vergeben , um lange Wartezeiten zu verhindern. Eine gute Idee?

Die Bundesregierung erwägt, Arzttermine zentral zu vergeben , um lange Wartezeiten zu verhindern. Eine gute Idee?

 
Aus dem Ressort
Warum Kassenpatienten länger auf Arzttermine warten müssen
Ärzte
Kassenpatienten müssen besonders viel Geduld beweisen, wenn sie bei Frauen- und Hautärzten einen Termin haben. Die Bundesregierung plant daher eine zentrale Terminvergabe für Facharzttermine. Dagegen regt sich allerdings Widerstand.
US-Geheimdienst NSA meldet Patent auf Kindersitz an
Geheimdienstarbeit
Die Entwicklungsabteilung des US-Geheimdienstes NSA hat mit der Anmeldung einer Reihe von Patenten überrascht. Neben Erfindungen auf den Gebieten Datenverschlüsselung und Übersetzung wurde auch ein Patent für einen Autokindersitz angemeldet, der sich über die Jahre der Größe des Kindes anpasst.
Ukraine führt 1,5 Prozent Kriegssteuer auf Einkommen ein
Ukraine
Das Parlament in Kiew hat am Donnerstag das Rücktrittsgesuch von Regierungschef Jazenjuk abgelehnt und eine Kriegsabgabe von 1,5 Prozent auf alle steuerpflichtigen Privateinkommen im Land eingeführt. Derweil hat die ukrainische Führung eine eintätige Waffenruhe im umkämpften Osten angekündigt.
Gericht lehnt Zschäpes Befangenheitsantrag im NSU-Prozess ab
NSU-Prozess
Das Oberlandesgericht München hat den Befangenheitsantrag von Beate Zschäpe abgelehnt. Die Verteidiger der Hauptangeklagten im NSU-Prozess hatten geltend gemacht, dass der Senat einen Zeugen einseitig befragt habe. Die Bundesanwaltschaft nannte den Antrag "absurd"
US-Repräsentantenhaus erlaubt Klage gegen Präsident Obama
Republikaner-Streit
Die US-Republikaner starten mal wieder einen eher ungewöhnlichen Angriff auf Präsident Obama. Diesmal wollen sie ihn vor ein ordentliches Gericht ziehen. Vom Abgeordnetenhauses haben sie sich sogar formell die Erlaubnis geholt. Doch wie weit reicht ihr Mut?