Exekutionen wegen Ehebruch

Damaskus..  Radikalislamische Gruppen haben in Syrien nach Angaben von Menschenrechtlern seit Juli vergangenen Jahres mindestens 14 Menschen wegen angeblichen Ehebruchs oder Homosexualität umgebracht. Zuletzt wurde in der Provinz Idlib im Nordwesten des Landes auf einem öffentlichen Platz eine Frau getötet, wie die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gestern mitteilte.

Ein Video im Internet zeigt, wie das Opfer gefesselt auf der Erde hockt. Unter den Rufen „Gott ist groß“ von mehreren Zuschauern erschießt ein Kämpfer der Al-Nusra-Front die Frau. Die Al-Nusra-Front ist der syrische Ableger des Terrornetzwerks El Kaida. Für viele öffentliche Tötungen in Syrien ist auch die Terrormiliz Islamischer Staat verantwortlich, die mit der Al-Nusra-Front verfeindet ist.

„Wir wissen, dass es vor allem in den Gebieten unter der Kontrolle der Extremisten zu solchen Exekutionen kommt“, sagte Rami Abdel Rahman, der Leiter der Beobachtungsstelle.