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Ex-Präsident Musharraf aus Exil nach Pakistan zurückgekehrt

24.03.2013 | 11:12 Uhr
Ex-Präsident Musharraf aus Exil nach Pakistan zurückgekehrt
Musharraf nach seiner Rückkehr nach Pakistan.Foto: Getty

Islamabad.  Einst wurde er aus dem Amt gejagt, nun möchte er in Pakistan wieder zur Wahl antreten: Ex-Diktator Musharraf ist aus dem Exil in seine Heimat zurückgekehrt - trotz Todesdrohungen der Taliban. Um einer Verhaftung zu entgehen, hatte er bereits vor seiner Ankunft eine Kaution hinterlegt.

Sieben Wochen vor der Parlamentswahl in Pakistan ist der frühere Militärmachthaber Pervez Musharraf aus dem selbsterwählten Exil zurückgekehrt. Der Ex-Präsident landete am Sonntag aus Dubai kommend in Karachi.

"Ich kehre heute nach Pakistan zurück, um dabei zu helfen, unseren Platz in der Geschichte als wohlhabenden, moderaten und fortschrittlichen islamischen Staat zurückzuerobern", hieß es auf Musharrafs Facebook-Seite und auf seinem Twitter-Account. Die pakistanischen Taliban drohten unterdessen auf Videobotschaften, Musharraf mit Selbstmordattentätern "zur Hölle zu schicken". Der Ex-Präsident will bei der Parlamentswahl am 11. Mai antreten.

Nur einige hundert Unterstützer am Flughafen

Nach tagelangem Ringen zwischen Regierung und Opposition ernannte die Wahlkommission in der südasiatischen Atommacht am Sonntag einen Übergangs-Premierminister. Vier der fünf Mitglieder hätten für den früheren Richter Mir Hazar Khan Khoso gestimmt, sagte Kommissionschef Fakhruddin Ibrahim in Islamabad.

Khoso war von der Volkspartei PPP nominiert worden, die die Regierung bis zum Ende der Legislaturperiode am vergangenen Wochenende geführt hatte. Er soll nun freie und faire Wahlen vorbereiten.

Nach Musharrafs Ankunft war auf Fernsehbildern zu sehen, dass sich am Flughafen der südpakistanischen Hafenstadt Karachi nur einige hundert Unterstützer versammelt hatten. Eine dort geplante Ansprache sei abgesagt worden, berichtete der Sender Geo TV. Stattdessen wolle Musharraf am Mittwoch in Islamabad eine Pressekonferenz abhalten.

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