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Ex-Präsident Carter hofft kaum noch auf Lösung des Nahostkonflikts

22.10.2012 | 18:59 Uhr
Foto: /AP/ddp images/AP

Die Chancen auf Frieden im Nahen Osten schwinden nach Einschätzung des ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter. Die Lage sei "katastrophal", warnte er bei einem Besuch in Israel und den Palästinensergebieten am Montag. Mittlerweile sei ein Krisen-Stadium erreicht worden, ein eigenständiger Palästinenserstaat wäre derzeit nicht lebensfähig.

Jerusalem (dapd). Die Chancen auf Frieden im Nahen Osten schwinden nach Einschätzung des ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter. Die Lage sei "katastrophal", warnte er bei einem Besuch in Israel und den Palästinensergebieten am Montag. Mittlerweile sei ein Krisen-Stadium erreicht worden, ein eigenständiger Palästinenserstaat wäre derzeit nicht lebensfähig. Israels Siedlungspolitik sei einer der Hauptgründe, weshalb die Friedensgespräche zwischen Palästinensern und Israelis seit drei Jahren nicht vorankommen.

Carter ging auch hart mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu ins Gericht und warf ihm vor, nicht genügend für eine Zwei-Staaten-Lösung zu tun. Carter war für zwei Tage an der Spitze einer internationalen Delegation früherer Staats- und Regierungschefs in den Nahen Osten gereist und hatte sich mit dem israelischen Präsidenten Schimon Peres und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getroffen. Ein Gespräch mit Netanjahu sei nicht vorgesehen gewesen, weil dieser der Gruppe bei früheren Besuchen kein Treffen angeboten habe, erklärte Carter. Am (morgigen) Dienstag sollte die Gruppe ihre Reise in Ägypten fortsetzen.

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