EU zahlt der Ukraine 1,8 Milliarden

Berlin..  Die Europäische Union will der pleitebedrohten Ukraine weitere 1,8 Milliarden Euro Finanzhilfen zur Verfügung stellen. „Die Ukraine braucht die Solidarität der anderen Europäer“, begründete EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker die Entscheidung. Die EU zeige damit, dass die Solidarität mit dem Land nicht nur ein Wunschtraum sei.

Unterdessen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Hoffnungen auf Fortschritte bei den Bemühungen um eine Lösung für den Ukraine-Konflikt gedämpft. Nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk ließ Merkel gestern in Berlin weiter offen, ob es nächste Woche dazu in Kasachstan ein Gipfeltreffen geben wird. Ohnehin werde aber auch ein solches Treffen „nicht dazu führen können, dass alle Punkte am nächsten Tag erfüllt sind“.

Jazenjuk selbst hat die deutsche Wirtschaft aufgerufen, sich an der Modernisierung des Gasnetzes in seinem Land zu beteiligen. „Wir wären glücklich, wenn deutsche Investoren kommen“, sagte der Staatschef in Berlin. Ausländische Kapitalgeber könnten bis zu 49 Prozent des Gasnetzes erwerben. Nach dem russischen Stopp für das Gas-Pipeline-Projekt South Stream sei die Bedeutung der Ukraine als Transitland für russisches Gas nach Europa gewachsen, betonte Jazenjuk.