Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Militäreinsatz

EU schickt Soldaten und Militärausbilder nach Mali

17.01.2013 | 13:37 Uhr
EU schickt Soldaten und Militärausbilder nach Mali
Die Europäische Union entsendet Militärausbilder in das westafrikanische Krisenland Mali.Foto: ap

Brüssel.  Die Europäische Union will 450 Soldaten in das Krisenland Mali schicken. Auch Militärausbilder sollen in die Krisenregion in dem Land stationiert werden. Die EU-Mission soll sich aber nicht an den Kämpfen in dem westafrikanischen Land beteiligen. Auch finanzielle Hilfen für das Land sind denkbar.

Die Europäische Union entsendet Militärausbilder in das westafrikanische Krisenland Mali . Das beschlossen die EU-Außenminister bei einem Sondertreffen in Brüssel, wie am Donnerstag offiziell mitgeteilt wurde. Im Rahmen des Einsatzes sollen bisherigen Planungen zufolge rund 450 Soldaten entsandt werden, darunter rund 200 Militärausbilder für die malischen Streitkräfte.

Mit der Unterstützung der französischen Armee kämpfen die malischen Regierungstruppen derzeit gegen islamistische Rebellengruppen aus dem Norden des Landes. Die EU-Mission EUTM Mali soll sich nicht an Kämpfen beteiligen.

Meldung vom 16.01.2013
Bundeswehr schickt zwei Transportflugzeuge nach Mali

Die Bundeswehr wird sich im Mali-Konflikt militärisch engagieren, ohne jedoch direkt in die Kämpfe einzugreifen. Wie Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) mitteilte, stellt Deutschland zwei Militärflugzeuge vom Typ "Transall" zum Transport von Truppen bereit.

EU deutet finanzielle Hilfen für Mali an

"Wir wollen die afrikanischen Kräfte dabei unterstützen, dass sie in die Verantwortung für die Stabilisierung Malis treten können", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) zu Beginn des Treffens über die Ausbildungsmission. Dieser Einsatz sei "ein wichtiger Beitrag der Europäischen Union für eine stabile und verantwortungsvolle Entwicklung in Mali".

 Langfristig werde es keine europäische Lösung geben können in dem westafrikanischen Land. "Auf Dauer geht es darum, dass die afrikanischen Kräfte und die malische Armee das schaffen müssen", fügte Westerwelle hinzu.

Neben der EU-Ausbildungsmission stehen auf der Tagesordnung des Treffens, an dem auch der malische Außenminister Tieman Hubert Coulibaly teilnahm, weitere Überlegungen zur Unterstützung Malis. Dabei geht es etwa um finanzielle Hilfen für das Land sowie für die geplante Eingreiftruppe der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS.

Meldung vom 26.10.2012
Bundesregierung schließt Bundeswehr-Kampfeinsatz in Mali aus

Die Bundesregierung hat einen Kampfeinsatz deutscher Soldaten im afrikanischen Krisenstaat Mali kategorisch ausgeschlossen. Islamisten haben in dem westafrikanischen Staat die Macht in einzelnen Städten übernommen. Die Afrikanische Union plant dort Wahlen und hofft auf Schutz der Vereinten Nationen.

Bundespräsident Gauck empfängt Amtskollegen der Elfenbeinküste

Bundespräsident Joachim Gauck hat mit seinem Amtskollegen Alassane Ouattara von der Elfenbeinküste die Lage im Krisenstaat Mali erörtert. Gauck empfing Ouattara am Donnerstag im Schloss Bellevue. Ouattara ist Vorsitzender der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas, die mit 3300 Soldaten überwiegend aus Nigeria, Niger und Burkina Faso in den Kampf gegen die islamistischen Rebellen in Mali eingreifen soll.

 Im Schloss Bellevue trug sich der Gast aus Westafrika in das Goldene Buch ein. Wichtigste Themen des vertraulichen Gesprächs waren nach Angaben des Präsidialamtes die deutsche Unterstützung für den französischen Einsatz in Mali, aber auch der Versöhnungsprozess nach dem Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste. Ouattara war am Vortag auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammengetroffen. (afp/dpa)

Facebook
 
Kommentare
17.01.2013
18:01
Pflug-scharen zu Schwertern
von wohlzufrieden | #4

Man muss ja auch was zum kaputt bomben haben, damit man hinterher human beim Wiederaufbau helfen kann...

17.01.2013
17:08
Die Freiheit Deutschlands wird in Timbuktu verteidigt
von Hanseman | #3

scheint wohl der neue Tenor zu sein; 450 Soldaten werden nach Mali geschickt, 200 als Militärausbilder, was machen denn die anderen 250? Sind das Kampfpiloten die Feldbereinigung betreiben, Spezialkräfte für gezielte Tötungen? Wie kurzsichtig und töricht ist die deutsche/europäische Politik; es wurde ein Krieg angefangen, gegen Freunde, die im letzten Jahr noch geholfen haben, Libyen in Schutt und Asche zu bomben, als Hilfe für ein Regime, das durch einen Militärputsch an die Macht gekommen ist. Versteht das noch jemand? Versteht jemand Afrika? Ich fühle mich hier sehr stark an Somalia erinnert, auch hier waren die Deutschen mit anderen Natotruppen aktiv, aber diese haben dieses Land und diese Kultur nie verstanden: man zog gescheitert ab und Somalia kämpft heute noch mit den Folgen.
Wir sollten uns aus afrikanischen Belangen raushalten, wie mögen sich wohl die Angehörigen der 1,5 Millionen algerischen Opfer der französischen Besetzung fühlen, wenn diese im Nachbarland wieder b

1 Antwort
EU schickt Soldaten und Militärausbilder nach Mali
von ralfcausm | #3-1

@Hanseman: Ihr Kommentar ist dumm. . Die Tuaregs kämpften auf Seiten VON Gaddafi.

17.01.2013
16:17
EU schickt Soldaten und Militärausbilder nach Mali
von Boisfeuras | #2

Die EU sollte sich lieber auf die innere Sicherheit konzentrieren. Die Islamisten, die sich in der EU aufhalten, dürften für uns gefährlicher sein als ein paar Islamisten, die mit einem Turban und einer Kalaschnikow im malischen Urwald oder den Bergen Afghanistans herumturnen.

17.01.2013
14:08
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7491186/create

Umfrage
Blitzer-Marathons sollen auf ganz Deutschland ausgedehnt werden . Was halten Sie davon?
 
Fotos und Videos
Prinz Harry in den USA
Bildgalerie
Prinz-Besuch
Trauer um Margaret Thatcher
Bildgalerie
Begräbnis
Japan bringt Raketen in Stellung
Bildgalerie
Korea-Konflikt
Nackt-Protest bei Putin-Besuch
Bildgalerie
Femen
Aus dem Ressort
Franz Müntefering hält Sieg von Rot-Grün noch für möglich
Bundestagswahl 2013
150 Jahre SPD: Franz Müntefering über den schweren Stand der SPD im Sauerland und die Chancen für einen Regierungswechsel. Im Herbst verlässt der 73-Jährige den Bundestag.
Friedrich will für Ausweisung von Salafisten sorgen
Salafisten
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich will kommende Woche einen Gesetzentwurf zur erleichterten Ausweisung von Hasspredigern vorlegen. "Wer religiösen Hass sät, wird eine Ausweisung ernten", kündigte der CSU-Politiker an. Er werde der Innenministerkonferenz einen Vorschlag präsentieren.