EU schickt Soldaten und Militärausbilder nach Mali
17.01.2013 | 13:37 Uhr 2013-01-17T13:37:31+0100
Brüssel. Die Europäische Union will 450 Soldaten in das Krisenland Mali schicken. Auch Militärausbilder sollen in die Krisenregion in dem Land stationiert werden. Die EU-Mission soll sich aber nicht an den Kämpfen in dem westafrikanischen Land beteiligen. Auch finanzielle Hilfen für das Land sind denkbar.
Die Europäische Union entsendet Militärausbilder in das westafrikanische Krisenland Mali . Das beschlossen die EU-Außenminister bei einem Sondertreffen in Brüssel, wie am Donnerstag offiziell mitgeteilt wurde. Im Rahmen des Einsatzes sollen bisherigen Planungen zufolge rund 450 Soldaten entsandt werden, darunter rund 200 Militärausbilder für die malischen Streitkräfte.
Mit der Unterstützung der französischen Armee kämpfen die malischen Regierungstruppen derzeit gegen islamistische Rebellengruppen aus dem Norden des Landes. Die EU-Mission EUTM Mali soll sich nicht an Kämpfen beteiligen.
Die Bundeswehr wird sich im Mali-Konflikt militärisch engagieren, ohne jedoch direkt in die Kämpfe einzugreifen. Wie Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) mitteilte, stellt Deutschland zwei Militärflugzeuge vom Typ "Transall" zum Transport von Truppen bereit.
EU deutet finanzielle Hilfen für Mali an
"Wir wollen die afrikanischen Kräfte dabei unterstützen, dass sie in die Verantwortung für die Stabilisierung Malis treten können", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) zu Beginn des Treffens über die Ausbildungsmission. Dieser Einsatz sei "ein wichtiger Beitrag der Europäischen Union für eine stabile und verantwortungsvolle Entwicklung in Mali".
Langfristig werde es keine europäische Lösung geben können in dem westafrikanischen Land. "Auf Dauer geht es darum, dass die afrikanischen Kräfte und die malische Armee das schaffen müssen", fügte Westerwelle hinzu.
Neben der EU-Ausbildungsmission stehen auf der Tagesordnung des Treffens, an dem auch der malische Außenminister Tieman Hubert Coulibaly teilnahm, weitere Überlegungen zur Unterstützung Malis. Dabei geht es etwa um finanzielle Hilfen für das Land sowie für die geplante Eingreiftruppe der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS.
Die Bundesregierung hat einen Kampfeinsatz deutscher Soldaten im afrikanischen Krisenstaat Mali kategorisch ausgeschlossen. Islamisten haben in dem westafrikanischen Staat die Macht in einzelnen Städten übernommen. Die Afrikanische Union plant dort Wahlen und hofft auf Schutz der Vereinten Nationen.
Bundespräsident Gauck empfängt Amtskollegen der Elfenbeinküste
Bundespräsident Joachim Gauck hat mit seinem Amtskollegen Alassane Ouattara von der Elfenbeinküste die Lage im Krisenstaat Mali erörtert. Gauck empfing Ouattara am Donnerstag im Schloss Bellevue. Ouattara ist Vorsitzender der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas, die mit 3300 Soldaten überwiegend aus Nigeria, Niger und Burkina Faso in den Kampf gegen die islamistischen Rebellen in Mali eingreifen soll.
Im Schloss Bellevue trug sich der Gast aus Westafrika in das Goldene Buch ein. Wichtigste Themen des vertraulichen Gesprächs waren nach Angaben des Präsidialamtes die deutsche Unterstützung für den französischen Einsatz in Mali, aber auch der Versöhnungsprozess nach dem Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste. Ouattara war am Vortag auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammengetroffen. (afp/dpa)

18:01
Man muss ja auch was zum kaputt bomben haben, damit man hinterher human beim Wiederaufbau helfen kann...
17:08
scheint wohl der neue Tenor zu sein; 450 Soldaten werden nach Mali geschickt, 200 als Militärausbilder, was machen denn die anderen 250? Sind das Kampfpiloten die Feldbereinigung betreiben, Spezialkräfte für gezielte Tötungen? Wie kurzsichtig und töricht ist die deutsche/europäische Politik; es wurde ein Krieg angefangen, gegen Freunde, die im letzten Jahr noch geholfen haben, Libyen in Schutt und Asche zu bomben, als Hilfe für ein Regime, das durch einen Militärputsch an die Macht gekommen ist. Versteht das noch jemand? Versteht jemand Afrika? Ich fühle mich hier sehr stark an Somalia erinnert, auch hier waren die Deutschen mit anderen Natotruppen aktiv, aber diese haben dieses Land und diese Kultur nie verstanden: man zog gescheitert ab und Somalia kämpft heute noch mit den Folgen.
Wir sollten uns aus afrikanischen Belangen raushalten, wie mögen sich wohl die Angehörigen der 1,5 Millionen algerischen Opfer der französischen Besetzung fühlen, wenn diese im Nachbarland wieder b
@Hanseman: Ihr Kommentar ist dumm. . Die Tuaregs kämpften auf Seiten VON Gaddafi.
16:17
Die EU sollte sich lieber auf die innere Sicherheit konzentrieren. Die Islamisten, die sich in der EU aufhalten, dürften für uns gefährlicher sein als ein paar Islamisten, die mit einem Turban und einer Kalaschnikow im malischen Urwald oder den Bergen Afghanistans herumturnen.
14:08
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