EU-Kommissar schlägt Alarmglocke für Portugal
14.04.2010 | 19:15 Uhr 2010-04-14T19:15:00+0200
Brüssel. Droht Portugal eine ähnliche Finanzkrise wie Griechenland? Die EU-Kommission schlägt vorsorglich Alarm und hält es für möglich, dass der öffentliche Schuldenstand auf 90 Prozent wachsen könnte. Wirtschaftskommissar Rehn will härtere Strafen für Defizitsünder.
Aufgeschreckt durch die Griechenland-Krise schlägt die EU-Kommission auch für Portugal die Alarmglocke. „Es könnten im laufenden Jahr zusätzliche Konsolidierungsmaßnahmen erforderlich werden“, warnte Wirtschaftskommissar Olli Rehn am Mittwoch bei der Bewertung der portugiesischen Haushaltsstrategie. Das Land könne sonst sein Ziel verfehlen, das Defizit von 9,3 auf 8,3 Prozent in diesem Jahr zu senken.
Zudem kündigte Rehn einen Vorstoß zur härteren Bestrafung von hartnäckigen Defizitsündern an. Der Fall Griechenland habe gezeigt, dass die Überwachung bislang „zu zahnlos“ gewesen sei. Am 12. Mai will er Vorschläge für eine effizientere Überwachung und Koordinierung der Wirtschaftspolitik auf den Tisch legen. Neue Sanktionen hat Rehn nicht in der Pipeline. Aber vorhandene Hebel, wie eine Kürzung von Strukturhilfen, könnten besser eingesetzt werden.
Sicherheitsnetze sollen unattraktiv sein
Zudem müsse man Staaten davon abschrecken, sich darauf zu verlassen, dass sie letztlich von den Europartnern aufgefangen würden, sagte Rehn. Sicherheitsnetze müssten so unattraktiv gestaltet werden, dass sich niemand freiwillig hineinfallen lasse. Im Fall Griechenlands einigte sich die EU am Sonntag auf ein Hilfspaket von bis zu 45 Milliarden Euro unter Einbeziehung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Sollte Athen die Kredite in Anspruch nehmen, müsste es gut fünf Prozent Zinsen zahlen, rund zwei Prozentpunkte weniger als derzeit am Kapitalmarkt.
Portugal hatte Ende März ein Sanierungsprogramm für die Zeit bis 2013 vorgelegt, bis dahin muss die Neuverschuldung wieder auf die erlaubten drei Prozent sinken. Zwar sei das Programm „ehrgeizig und für die Jahre 2011 bis 2013 schon relativ konkret“, erklärte Rehn auf der Pressekonferenz. Es gebe jedoch Risiken, weil die Maßnahmen noch nicht verabschiedet und nicht umgesetzt seien. Außerdem basiere die Strategie auf „eher optimistischen“ Konjunkturprognosen. Ein geringeres Wachstum könnte weitere Konsolidierungsmaßnahmen erforderlich machen.
Im vergangenen Jahr war das portugiesische Defizit von 2,7 auf 9,3 Prozent hochgeschnellt und näherte sich damit den griechischen Dimensionen von 12,7 an. Der öffentliche Schuldenstand werde von derzeit rund 77,2 Prozent auf knapp 90 Prozent in den kommenden vier Jahren anwachsen, prognostiziert die Kommission in ihrer Analyse. (ap)

13:23
Ich ziehe meine im Januar 2010 getroffene Prognose für eine Währungsreform (Halbierung des Kapitals, Halbierung der Verbindlichkeiten) in der EU für 2013 zurück! In diesem Galopp in der sich die Finanzkrise in der EU entwickelt wage ich die Prognose das wir Ende 2011, Anfang 2012 soweit sind.
Chronologisches Szenario Staatspleiten:
Griechenland März 2010
Portugal September 2010
Spanien Februar 2011
Italien Juni 2011
EU Ende 2011
ARME EU
ARMES DEUTSCHLAND
22:35
Deutschland ist ebenso verschuldet, zahlt aber lustig weiter und schröpft die eigenen Bürger ab. In NRW muss dieser Politik Einhalt geboten werden. Ein Neuanfang muss her. Ohne Schwarz-Gelb.
21:58
Wenn ich diesen EU-FCuzzi seh - kommt mir nicht nur das Grauen, sondern ist weiß ganz genau, warum der die Alarmglocke für Portugal schlägt - der ist schlicht unfähig, wie 99,8 der EU-Kommissare!
Deshalb - weg mit der EU!
20:12
Niemand wollte in 1963 eine Mauer bauen und niemand wollte diesen komischen Euro haben.
Aber der Euro ist eine Währung und kein Dominostein, der hin und her geschoben werden kann..
Wenn Mitgliedsstaaten nicht wirtschaften können - was hat das mit dem Euro zu tun.
Wird Gold wertlos, wenn ein Staat zu hohe Schulden hat ??
Lächerlich, das Ganze !
Entweder, die Herren Politiker schaffen einen Bundesstaat mit gleichen Steuer- und Wirtschaftsgesetzen, oder sie lassen Pleitestaaten Pleite gehen.
So einfach ist das !
Deutschland und weitere Staaten sollten aus der Währungsunion austreten und mit den Kernländern Frankreich, Österreich, Luxemburg, Niederlande, Schweden einen neue Gemeinschaftswährung schaffen.
Hier würde sich der Franken/Franc anbieten.
Wer will sich eigentlich noch jahrelang mit einem solchen Murks beschäftigen ???
Erst Griechenland, dann Portugal, dann Spanien, dann Italien und alles zahlt Deutschland ??
Wovon denn und vor allen Dingen, wofür ??