EU-Finanzminister lehnen neue Hilfe ab

Athen..  Eine kurzfristige Verlängerung des griechischen Hilfsprogramms und ein Schuldenschnitt sind nach Einschätzung des finnischen Finanzministers Alexander Stubb nicht möglich. Diese Schritte hatte der griechische Premier Tsipras in einem neuen Hilfsantrag ins Spiel gebracht. Laut Stubb endete die kurzfristig einberufene Telefonkonferenz am Dienstag mit Amtskollegen der Eurozone nach einer Stunde. Am Mittwoch um 11.30 Uhr wollen sie erneut telefonisch beraten, ob und wie sie dem überschuldeten Griechenland mit weiteren Hilfsgeldern beispringen können, so Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem am späten Dienstagabend.

Griechenland hat für Mittwoch ein nachgebessertes Angebot für ein Spar- und Reformpaket angekündigt. Dies machen die internationalen Gläubiger zur Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Kredite. Tsipras hatte wenige Stunden zuvor überraschend einen Antrag auf neue Milliardenhilfen des Eurorettungsschirms ESM gestellt. Das bisherige Rettungsprogramm für Griechenland läuft in der Nacht aus. Laut neuesten Angaben von Diplomaten verfallen deshalb europäische Hilfen von rund 16,3 Milliarden Euro. Athen hatte überraschend beim Euro-Rettungsfonds ESM ein drittes Hilfspaket beantragt.