Es gibt nichts zu feiern

Wir in NRW haben die Kohleabgabe, die zehntausende heimische Arbeitsplätze gekostet hätte, verhindert. Diese Botschaft wollte NRW-Wirtschaftsminister Duin gestern senden, indem er als erster Entscheidungsträger die Details des Kohlekompromisses der Öffentlichkeit präsentierte. Zwar werden ein paar Braunkohleblöcke stillgelegt und einige Stellen im rheinischen Revier abgebaut, aber der befürchtete Strukturbruch bleibt aus.

Allerdings müssen erst noch Kanzlerin Merkel und vor allem CSU-Chef Seehofer den Daumen heben. Das werden sie vermutlich gerne tun, denn als Verlierer stünde am Ende Wirtschaftsminister und SPD-Chef Gabriel da. Nun muss er sich von der Opposition als „Klima-Pinocchio“ verspotten lassen. Merkel hat sich das entspannt angesehen.

Aber Gabriel ist nicht der einzige Verlierer: da wären ja noch die Verbraucher. Sie müssen die teurere Alternative über den Strompreis bezahlen. Zu feiern gibt es da nichts.