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Es gärt hinter den Kulissen der Islam-Konferenz

12.03.2008 | 20:02 Uhr

Die Autorin Necla Kelek kritisiert: Muslimische Funktionäre haben ein festes Konzept im Kopf und gehen nicht auf andere ein

Essen. Hinter den Kulissen der Islam-Konferenz, die heute zu ihrer dritten Sitzung in Berlin zusammenkommt, gärt es. Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte die Konferenz 2006 begründet, um mit Muslimen über eine bessere Integration zu diskutieren. Doch die nicht-organisierten Muslime beklagen nun eine gewisse Dominanz der zumeist konservativen Verbände. Der Fernsehproduzent Walid Nakschbandi hatte deswegen gerade sein Mandat niederlegt. Die Islam-Kritikerin und freie Autorin Necla Kelek äußerte Verständnis dafür.

"In den Arbeitsgruppen vermitteln die Verbände das Gefühl: Wir sind zwar hier, aber wir gehen nicht auf euch ein", sagte sie der WAZ. "Die Verbandsfunktionäre haben schon ein klares Konzept im Kopf. Und sie sind nicht bereit, wirklich etwas anderes zu akzeptieren." Ein Beispiel sei die Frage danach, wie sie das Grundgesetz interpretieren. "Sie sagen, sie stehen dahinter. Dann nehmen sie die Religionsfreiheit und erklären, diese beinhalte die muslimische Kultur. Aber die Religionsfreiheit bedeutet auch, dass der Einzelne geschützt ist, dass er auch vor dem Glauben geschützt ist, wenn er nicht gläubig ist." Doch dies blendeten die Funktionäre aus.

Auch Ali Ertan Toprak, Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde in Deutschland, kann die Entscheidung Walid Nakschbandis, die Konferenz zu verlassen, "teilweise verstehen". "Für nicht-organisierte Muslime ist es nicht leicht, sich Gehör zu verschaffen." Dennoch bedauere er den Schritt. "Ich finde es schade, dass er so schnell aufgibt und nicht mit uns darüber geredet hat. Wir hätten eine gemeinsame Strategie gegen die konservativen Verbände entwickeln können", sagte er der WAZ. Etliche Teilnehmer hätten sich bereits über die islamischen Verbände geärgert. "Sie sollen nicht so auftreten, als sprächen sie für alle Muslime. Sie sprechen nur für einen kleinen Teil."

Einig seien sich die Teilnehmer - je 15 aus der Regierung und der Muslime - von Anfang an gewesen, dass es auch um einen islamischen Religionsunterricht auf Deutsch gehen solle. Eine solche Empfehlung soll heute, wie verlautete, ausgesprochen werden.

Von Angelika Wölk

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14.05.2010
17:50
Es gärt hinter den Kulissen der Islam-Konferenz
von FriedhelmBehmenburg | #1

Es wurde vor kurzem erkennbar das es der Türkei und ihrem Ministerpräsidenten nicht um Integration der in Deutschland lebenden Türken geht sondern um den Auf und Ausbau einer türkisch und muslimisch geprägten Parallelgesellschaft geht.
Die öffentlichen Reaktionen und Unterstellungen ihrer Verbände zeigen das Sie unter Integrationsbemühungen ausschließlich von uns Deutsche Zugeständnisse erwarten. Sie zeigen immer wieder auf dass sie die Rechte die ihnen in unserem Land eingeräumt werden kennen, die Pflichten aber nach ihren Regeln auslegen wollen. Dazu passt das sie nur Themen wie Rassismus und Islamophobie in den Vordergrund stellen und ignorieren das Integration in erster Linie eine Bringschuld ist.
Wir können das nur verhindern oder eindämmen wenn wir mehr in der Öffentlichkeit für die Erhaltung der deutschen und abendländischen Kultur einsetzen.

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