Erste Krankenkasse erhebt Zusatzbeitrag
19.08.2009 | 13:31 Uhr 2009-08-19T13:31:00+0200
Frankfurt/Main. Die erste Krankenkasse muss nach Inkrafttreten des Gesundheitsfonds einen Zusatzbeitrag erheben. Acht Euro im Monat müssen rückwirkend ab dem 1. Juli gezahlt werden. Der Grund dafür sollen die hohen Behandlungskosten für einige Schwerstkranke sein.
Erstmals nach Inkrafttreten des Gesundheitsfonds muss eine Krankenkasse Zeitungsberichten zufolge einen Zusatzbeitrag erheben. Die 30.000 Mitglieder der Gemeinsamen Betriebskrankenkasse Köln sollen rückwirkend zum 1. Juli einen Zusatzbeitrag von acht Euro im Monat zahlen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt.
Rückwirkend erheben
Kassenvorstand Helmut Wasserfuhr sagte dem Blatt, der Sanierungsbeirat habe beschlossen, den Zusatzbeitrag rückwirkend zu erheben. Grund dafür seien außergewöhnliche Behandlungskosten für einige Schwerstkranke. Die Kasse werde bereits vom Landesverband der Betriebskrankenkassen gestützt.
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Dem "Kölner Stadt-Anzeiger" sagte Wasserfuhr, seine Kasse sei in den Jahren 2005 und 2006 durch zwei Fälle in die roten Zahlen geraten. "Wir hatten gleich zwei seltene Fälle von Bluter-Erkrankungen. In einem Fall handelt es sich um einen 26 Jahre alten Versicherten, im zweiten um ein damals sechs Jahre altes Kind."
Für die Medikamente zur Verhinderung der Blutgerinnung habe man in den beiden Jahren rund 14 Millionen Euro aufwenden müssen. Im Jahr 2005 habe man allein zehn Millionen Euro für den 26-Jährigen bezahlt, wurde der Vorstand zitiert. Weltweit gebe es nur ein einziges Mittel, entsprechend teuer sei es. "Wir sind durch diese beiden Patienten zu einem Sanierungsfall geworden und hätten eigentlich schließen müssen", sagte Wasserfuhr.
Maximal acht Euro ohne Einkommensprüfung
Im Rahmen der Ausgleichszahlungen innerhalb des Betriebskrankenkassen-Systems sei der Kasse zunächst unter die Arme gegriffen worden. Wie lange der Sonderbeitrag erhoben wird, ist demnach unklar. Das hänge von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ab.
Kommt eine Kasse mit dem Geld aus dem neuen Gesundheitsfonds nicht aus, ist ein Zusatzbeitrag erlaubt. Möglich ist ohne die Prüfung der Einkommensverhältnisse ein Betrag von acht Euro im Monat pro Versichertem. Liegt der Betrag über acht Euro, muss die Kasse das Einkommen prüfen und den Beitrag auf ein Prozent des Einkommens begrenzen. (ap)

20:53
14 Millionen Euro, um zwei Menschen für zwei Jahre das Weiterleben ermöglichen zu können?
Welche Psychopharmaka werfen denn diese Pharmaunternehmen ein? Davon will ich auch was abhaben!
Die größte Schweinerei ist, das die Kassen zahlen, egal was es kostet.
Dort sollte der Hebel mal angesetzt werden, nirgends auf der Welt sind Medikamente so teuer wie hier.
Bayer läßt sich (hier in D) noch heute die Forschungskosten für Asperin bezahlen. Sonst wäre diese bestimmt nicht teurer als die nachgemachten Produkte mit gleichen Inhaltsstoffen. Man wende seien Blick ins europäische und außereuropäische Ausland - Doc Morris macht es vor.)
Und wenn dann endlich ein Medikament gegen sonntagnachmittägliches Rasenmähen entwickelt wird, dann dürfen wieder alle zahlen...
...da gibts doch was von Radioporn? - Egal.
14:49
Die gesetzlich Versicherten zahlen sich dumm und dämlich und die privaten werden allseits hofiert ! Ca 90 % der Versicherten sind gesetzlich versichert, der Rest privat, da kann sich jeder leicht ausrechnen wie die gesamte Infrastruktur unseres Gesundheitswesens aussehen würde wenn es nur die Privatversicherten geben würden ! Jetzt sollen die gesetzlich Versicherten erneut zur Kasse gebeten werden - vielen Dank Bundesregierung
10:06
Runter mit den überteuerten Medikamentenpreisen, dann klappts auch mit den Beiträgen. Doch leider geht unsere Politikerlobby da nicht dran.
09:35
Wer dort versichert ist sollte sich so schnell wie möglich eine andere Kasse suchen. Wo sind denn bei dieser Kasse die Gelder von all denen geblieben die nie krank waren ? Man kann doch nicht an zwei Fällen alles festmachen, so etwas ist eine Unverschämtheit.
03:41
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21:46
Die Arbeitgeber sollten den KV-Beitrag an alle Arbeitnehmer auszahlen. Und die Arbeitnehmer versichern sich selbst. Mal sehen, was dann pasiert.
01:30
Hallo, hallo! Hier wird der gesamte Schwachsinn des jetzigen Deutschen Systems der Krankenversicherer glasklar erkennbar. Diese Minikassen waren ja angeblich so günstig. Darum wurden sie mit fett bezahlten Managern und Verwaltungen dicht bestückt. Jetzt kriegen die schon geistig die amerikanische Schüttelgrippe, wenn ein Kassenmitglied auch nur rülpst.
Ein Versicherungsverein, der bei knapp 30.000 Mitgliedern nicht einmal zwei bedauernswerten Menschen die lebensnotwendige Hilfe geben kann ist hier vollkommen fehl am Platz.
Der geordnete Konkurs und die Eingliederung in eine ordentliche Krankenkasse ist hier zwingend erforderlich. Dabei dürfen natürlich keinerlei Abfindungen an die Missmanager gezahlt werden. Das damit gesparte Geld dürfte für die Versorgung der Opfer ausreichen.
04:41
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23:17
Von den Zusatzbeiträgen kann man gut die teuren Dienstwagen nutzen. Wer löst die verlogene Schmidt von der verlogendsten SPD sofort ab? Die Wahlquittung muss millionenfach kommen. Endlich.
13:03
#20: seien Sie froh dass sie nur € 600 im Jahr an Gensudheitskosten verursachen, weil Sie glücklicherweise gesund sind.
Der Bluter würde gerne mit Ihnen tauschen!
Ich wünsche Ihnen weiterhin (vor allem geistige) Gesundheit!