Erneut Tote bei Protesten gegen Koran-Verbrennung in Afghanistan
23.02.2012 | 14:31 Uhr 2012-02-23T14:31:32+0100
Kabul. Nach der Koran-Verbrennung auf einem US-Militärstützpunkt in Afghanistan hat es am Donnerstag erneut mehrere Tote gegeben. Bei Protesten gab es Schießereien zwischen Demonstranten und Soldaten. Dabei starben mindestens fünf Menschen. US-Soldaten hatten Exemplare des Koran wie Hausmüll verbrannt.
Bei Demonstrationen gegen Koran-Verbrennungen in Afghanistan sind am Donnerstag fünf Menschen getötet worden. Bei einem Zusammenstoß vor einem US-Stützpunkt in der östlichen Provinz Nangahar seien zwei Demonstranten erschossen worden, als afghanische und Nato-Soldaten in die Menge feuerten, teilte Gouverneur Hadschi Mohammed Hassan mit. Ein Mann in einer afghanischen Uniform habe bei dem Zwischenfall auf Nato-Soldaten geschossen und zwei von ihnen schwer verwundet, sagte Hassan weiter. Anderen Quellen zufolge wurden die zwei Nato-Soldaten getötet.
Bei zwei Kundgebungen in der nördlichen Provinz Baghlan und der südlichen Provinz Urusgan schossen afghanische Polizisten auf Demonstranten; in Baghlan wurde einer und in Urusgan wurden zwei Kundgebungsteilnehmer tödlich getroffen, teilten die Behörden mit.
Schusswechsel zwischen Demonstranten und der Polizei
Bei der Demonstration vor dem Hauptsitz der Polizei in Baghlan habe es einen Schusswechsel zwischen einigen Demonstranten und der Polizei gegeben, hieß es weiter. Vier Personen, darunter zwei Polizisten, seien dabei verwundet worden.
Die Verbrennung von Koran-Schriften auf einem US-Stützpunkt hat in Afghanistan eine Welle der Empörung ausgelöst. In drei ostafghanischen Provinzen gingen Hunderte auf die Straßen; die Kundgebungen dort verliefen laut Behördenangaben friedlich. An der größten der drei Demonstrationen in der Hauptstadt der Provinz Laghman nahmen laut Polizeiangaben 2.000 Menschen teil. In der Provinz Logar ging eine Demonstration von rund 500 Personen ohne Zwischenfall zu Ende. Außerdem gingen hunderte Menschen in der Stadt Dschalalabad auf die Straßen.
Am Mittwoch kamen bei Zusammenstößen zwischen afghanischen Sicherheitskräften und Demonstranten mindestens sieben Menschen ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt.
Die USA haben sich derweil beim afghanischen Präsidenten Hamid Karsai formell für die Verbrennung von Koran-Schriften auf einem US-Stützpunkt entschuldigt. Nach Angaben des Präsidialamtes in Kabul übergab der amerikanische Botschafter Karsai einen Brief von US-Präsident Barack Obama, in dem dieser "tiefes Bedauern über den berichteten Zwischenfall" äußert und eine "aufrichtige Entschuldigung" ausspricht. Der vom afghanischen Präsidialamt veröffentlichten Erklärung zufolge schrieb Obama weiter, dass es sich um ein Versehen handelte: "Ich versichere Ihnen, dass wir alle erforderlichen Schritte einleiten, um eine Wiederholung zu vermeiden", wurde der US-Präsident zitiert. Dazu gehöre auch, dass die Verantwortlichen für die Verbrennungen zur Rechenschaft gezogen würden. (dapd/afp)

09:40
von stevens 67| #11
Dem kann ich nur zustimmen oder es brennen in Islamischen Ländern Flaggen anderer
Nationen da ist denn alles in Ordnung.
05:57
da brante "nur" der koran,ein buch.. wieso höre ich nie einen großen aufschrei oder sehe lichterketten wenn in islamischen ländern kirchen brennen oder christen verfolgt und getötet werden?
02:13
Man stelle sich vor, in Deutschland würden ausländische muslimische Soldaten Bibeln verbrennen. Das würdde selbst in unserem Land, in dem Religion keine große Rolle mehr spielt, zu einem Aufschrei führen.
Wenn man dann noch weiß, wie sensibel Moslems auf soilche Dinge reagieren, ist es unglaublich, dass amerikanische Soldaten so bescheuert sein können, eine solche Provokation zu riskieren.
Was ich mich aber auch frage, ist warum die Überschrift allgemein von "Toten bei Protesten gegen Koran-Verbrennung " spricht, was den Eindruck erweckt, die Protestierer wären Schuld. Aber alle 5 Toten waren Demonstranten, die von afghanischen und NATO-Soldaten erschossen wurden.
00:07
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23:59
http://www.kirchenaustritt.de/
Wenn es so eine Seite über den Islam in Afghanistan, Saudi-Arabien, Ägypten oder der Türkei gibt, erst dann Glaube in an die freie Meinungsäußerung in Muslimischen Ländern...
21:23
Zum normalen Verhaltenskodex eines religiösen Menschen sollte gehören, die heiligen Schriften auch aller anderen Religionen genau so zu respektieren wie die eigenen. Über die Unsensibilität der angeblich so religiösen Amerikaner in dieser Hinsicht kann man immer wieder nur entsetzt den Kopf schütteln.
19:42
Ich staune immer wieder über die Unsensibilität der Amis. Es dürfte sich doch herumgesprochen haben dass der Koran das heilige Buch der Muslime ist. Das zu verbrennen ist die reine Provokation, genauso wie das Urinieren auf Leichen. Aber das lernt man wohl im freiheitsliebenden Amerika wohl nicht. Lieber den Hass auf den Westen pflegen scheint mir das Credo zu sein.
18:41
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16:43
Man muss die Leute nur Dumm halten und von einem Paradies mit vielen Jungfrauen erzählen.
Indem im wirklichen Leben kommen sie nicht mit einer klar,die muss sich noch hinter einer Burka verstecken.
Das hat doch hier auch geklappt z.b Hexenverbrennung.
16:28
Wenn die Damen und Herren soviel Energie beim Aufbau des Landes aufbringen könnten, wie z.B. beim wütenden Protestieren, wäre sicherlich vielen Menschen geholfen.