Ermittler suchen weiter nach möglichen Opfern von Polizist

Zwei Flüchtlinge sollen in dieser Wache der Bundespolizei in Hannover von einem Beamten gequält worden sein. Bisher konnten sie nicht gefunden werden.
Zwei Flüchtlinge sollen in dieser Wache der Bundespolizei in Hannover von einem Beamten gequält worden sein. Bisher konnten sie nicht gefunden werden.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Nach den Misshandlungsvorwürfen gegen einen Bundespolizisten in Hannover sucht die Staatsanwaltschaft die beiden mutmaßlichen Opfer des Mannes.

Hannover.. Bei den Ermittlungen gegen einen Polizisten wegen möglicher Misshandlung von Flüchtlingen in Hannover hat die Staatsanwaltschaft die beiden potenziellen Opfer noch nicht gefunden.

Rassismus "Wir suchen weiter nach ihnen und hoffen, durch Hinweise Dritter ihren Aufenthaltsort zu erfahren", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Mittwoch in Hannover. Die Behörde geht davon aus, dass sich die beiden Männer aus Marokko und Afghanistan noch in Deutschland aufhalten.

Ein Bundespolizist soll die beiden auf der Wache im Hauptbahnhof in Hannover gedemütigt und geschlagen und damit in Kurznachrichten geprahlt haben. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt deshalb unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt.

Bereits vernommen wurden inzwischen die beiden Zeugen, die Anzeige gegen den Polizisten erstattet hatten. Was sie aussagten, war von der Staatsanwaltschaft aber nicht zu erfahren. Durch ihre Anzeige waren die Vorfälle aus dem Jahr 2014 überhaupt erst öffentlich bekanntgeworden. Der Polizist soll außerdem 2013 einen Kollegen im Aufenthaltsraum der Wache mit einer entsicherten und geladenen Dienstwaffe bedroht haben. (dpa)