Das aktuelle Wetter NRW 5°C
Mysteriöser Todesfall

Ermittler setzen im Fall Barschel auf DNA-Analyse

24.06.2011 | 11:34 Uhr
Ermittler setzen im Fall Barschel auf DNA-Analyse
Wurde im Oktober 1987 tot im Badezimmer eines Hotels aufgefunden: Uwe Barschel (CDU), einst Ministerpräsident in Schleswig-Holstein. (Foto: imago

Lübeck.   Eine DNA-Analyse soll im Fall des vor mehr als 20 Jahren tot aufgefundenen CDU-Politikers Uwe Barschel neue Erkenntnisse bringen: Kleidungsstücke des Toten sollen auf fremdes Genmaterial untersucht werden.

Mithilfe von DNA-Analysen wollen Ermittler neue Erkenntnisse im Fall des 1987 in Genf tot aufgefundenen CDU-Politikers Uwe Barschel gewinnen. Die Lübecker Staatsanwaltschaft übergab am Donnerstag Kleidungsstücke des Toten für eine gentechnische Untersuchung an das Landeskriminalamt (LKA).

„Wir haben heute die Hose, die Krawatte und die Socken Barschels sowie einen Badvorleger und ein Handtuch vom Fundort der Leiche zur Untersuchung an das LKA in Kiel übergeben“, sagte Oberstaatsanwalt Günter Möller am Donnerstag auf dapd-Anfrage in Lübeck.

Fremde DNA an den Gegenständen?

Die Gegenstände sollen auf fremdes genetischen Material hin untersucht werden. „Wir versprechen uns nicht viel von der Analyse, da alle Objekte schon einmal kriminaltechnisch untersucht wurden“, sagte Möller. Darüber hinaus sei es durchaus möglich, dass bei dieser Untersuchung fremde DNA an die Gegenstände gelangt seien könnte.

Der ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Barschel war am 11. Oktober 1987 in der Badewanne seines Zimmers im Genfer Hotel „Beau Rivage“ tot aufgefunden worden .

„Untersuchung der Kleidung hat Priorität“

Nach einem Vorabbericht der Tageszeitung „Die Welt“ (Freitagausgabe) kann die Lübecker Staatsanwaltschaft bei der Suche nach einem genetischen Fingerabdruck auf ein fremdes Haar zurückgreifen, das in Barschels Hotelbett gefunden wurde. „Es soll ein solches Haar in unseren Asservaten geben“, sagte Möller der Nachrichtenagentur dapd. Priorität habe derzeit jedoch die Untersuchung der Kleidung Barschels, betonte der Oberstaatsanwalt.

Zahlreiche Beweisstücke, die 1987 von den Ermittlern am Fundort der Leiche Barschels sichergestellt und kriminaltechnisch untersucht wurden, lagerten laut Möller bis 1995 in der Schweiz. Danach wurden die Gegenstände der Staatsanwaltschaft in Lübeck übergeben. (dapd)

DerWesten



Kommentare
24.06.2011
18:08
Ermittler setzen im Fall Barschel auf DNA-Analyse
von wohlzufrieden | #5

War der nicht auch Doktor?

24.06.2011
17:37
Ermittler setzen im Fall Barschel auf DNA-Analyse
von Elektrosteiger | #4

Glaubt irgendejmand daran, das die Justiz oder gar die Politik ein Interesse an der Aufklärung des Falles Barschel haben???

Sieeh den Film I WIE IKARUS...

DAS erklärt alles...

24.06.2011
15:01
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

24.06.2011
12:55
Ermittler setzen im Fall Barschel auf DNA-Analyse
von wohlzufrieden | #2

Vielleicht waren ja die bösen Linken die Mörder...oder die Moslems...oder die Atomkraftgegner, verdammt irgend einem muss man das doch in die Schuhe schieben können!

24.06.2011
12:30
Ermittler setzen im Fall Barschel auf DNA-Analyse
von nie88 | #1

Ach ja..das war der mit dem Ehrenwort...

Aus dem Ressort
Lehrlinge in NRW klagen über schlechte Ausbildung
Ausbildung
Im Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) haben die Lehrlinge mehr zu bemängeln als nur ihre geringe Bezahlung. Jeder Dritte ist mit der Qualität seiner Berufsausbildung nicht einverstanden - zum Beispiel weil er den Laden allein schmeißen muss, statt angeleitet zu werden.
Städte wollen Kosten für Flüchtlinge nicht länger zahlen
Zuwanderung
In NRW erhalten Kommunen nur 23 Prozent der Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen vom Land erstattet. Städtetagspräsident Ulrich Maly fordert angesichts steigender Belastungen hingegen von Bund und Land die volle Erstattung der Aufwendungen. Vor allem armen Städten müsse geholfen werden.
Zentrale Abschiebehaft wird wieder  in Büren eingerichtet
Asyl
Die NRW-Landesregierung will 2015 in der JVA Büren wieder eine Unterbringung für Abschiebehäftlinge einrichten. Alle Strafgefangenen müssen dafür an andere Orte verlegt werden. Doch damit könnte NRW endlich den Pendelverkehr zu Abschiebe-Gefängnissen in anderen Bundesländern einstellen.
Juncker übersteht Misstrauensantrag im EU-Parlament
EU-Parlament
Ein Misstrauensantrag gegen EU-Kommissionschef Juncker ist am Donnerstag gescheitert. Die rechtspopulistischen Parteien Ukip und Front National hatten den Antrag gestellt. Hintergrund waren Enthüllungen um möglicherweise illegale Steuervorteile in Luxemburg während Junckers Zeit als Regierungschef.
Gabriel in der Kritik - CO2-Einsparungen reichen nicht aus
Klimaschutz
Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie lässt Zweifel an den Klimazielen von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) aufkommen. Demnach würde Deutschland seine CO2-Einsparungsziele im Kraftwerkssektor, trotz zusätzlicher Anstrengungen, nicht erreichen können.
Umfrage
Das Bundesverwaltungsgericht hat der Sonntagsarbeit engere Grenzen gesetzt. Wie finden Sie das?
 
Fotos und Videos
Sakurai und Co.
Bildgalerie
Fotostrecke