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Entlastung von Privatkassen bei Arzneikosten

06.09.2010 | 08:40 Uhr
Entlastung von Privatkassen bei Arzneikosten

Hamburg.Union und FDP wollen offenbar die jahrzehntealte Trennung zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung aufbrechen. Private Krankenversicherer sollen für neue Arzneimittel die gleichen Preise zahlen wie gesetzliche Krankenkassen.

Künftig sollen private Krankenversicherer für neue Arzneimittel die gleichen Preise zahlen wie gesetzliche Krankenkassen. Dies haben die Gesundheitspolitiker der Koalition am Sonntag nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ beschlossen. Damit würde die jahrzehntealte Trennung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung aufgebrochen.

Die CDU/CSU will dem Bericht zufolge im Zuge der Gesundheitsreform außerdem durchsetzen, dass gesetzliche und private Versicherer stärker kooperieren. Sie sollen nicht nur gemeinsame Geschäftsstellen unterhalten können, sondern auch Leistungen für Versicherte zu den gleichen Konditionen einkaufen.

Angebote aus einer Hand

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, sagte dem Blatt, viele Versicherte wünschten sich Angebote aus einer Hand, beim Vertrieb ebenso wie bei der Abrechnung des Krankenhausaufenthalts. „Da sollten wir mehr Zusammenarbeit möglich machen.“ Union und FDP könnten bei diesem alten Streitthema Wegweisendes leisten“, so der CDU-Politiker.

Das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts soll in einem wichtigen Punkt zu ändern. So sollen Preise für neue Medikamente, die künftig der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen mit den Herstellern aushandelt, auch für private Versicherer gelten.

Bisher zahlen die Privatversicherer weit höhere Preise für Arzneimittel als gesetzliche Kassen, da sie von den zahlreichen staatlichen Preisregeln für Medikamente ausgeschlossen sind. (apn)

DerWesten

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Kommentare
06.09.2010
14:20
Entlastung von Privatkassen bei Arzneikosten
von unfassbar | #17

Die Apotheken freuen sich aber nicht.
Naja, man kann eben nicht alle Lobbys berücksichtigen.

06.09.2010
14:12
Entlastung von Privatkassen bei Arzneikosten
von frusto | #16

@8
Bitte vorher schlau machen, bevor man Voruteile in die Welt setzt. Die Rückkehr in die GKV ist so gut wie ausgeschlossen. Machen Sie sich mal mit 55 wg. Arbeitslosigkeit selbstständig, und sei es nur für ein Jahr. Anschließend arbeiten Sie wieder sozialversicherungspflichtig bis zur Rente- und prompt kommt mit dem Rentenbescheid die Aufforderung, in eine PKV zu gehen, das sie die letzten zehn Jahre nicht durchgängig in der GKV waren. So rum wird ein Schuh daraus.

06.09.2010
13:24
Entlastung von Privatkassen bei Arzneikosten
von WissenistMacht | #15

@ #11

Ich könnte Ihr Argument akzeptieren, wenn ich auch in den Apotheken die Preise vorher vergleichen könnte. Das ist aber nicht möglich. Ich erfahre den Preis der Medizin erst beim Kauf.

Zudem würde sich mancher -siehe ubu - gerne in der GKV versichern, wenn es nur ginge. Wer nicht jung, sportlich und gesund ist, hat bei der PKV ganz schlechte Karten, pardon Risiken. Das macht sich dann in der Prämie bemerkbar. Dann ist es nämlich aus mit den ach so tollen Prämien. Die dann fälligen Prämien finden sich nämlich nicht in dem schönen Rechner am Ende dieser Seite.

06.09.2010
11:59
Entlastung von Privatkassen bei Arzneikosten
von ubu | #14

@#6 kpdhagen:
Gerne. Hätte ich als Beamter die Möglichkeit, in die GKV zu wechseln, würde ich das liebend gerne tun - dann würde ich nämlich monatlich ca. 250 € weniger bezahlen als jetzt, weil ich jetzt als Privatversicherte meine Frau und meine beiden Kinder jeweils gesondert versichern muss. Bei der PKV gibts nämlich keine kostenlose Familienversicherung.

06.09.2010
11:53
Entlastung von Privatkassen bei Arzneikosten
von vantast | #13

Immer diese Gleichmacherei! Wir wollen nicht unter der schleichenden Sozialisierung der Regierungsparteien leiden, wozu haben wir Millionäre denn Schwarz/Geld gewählt?

06.09.2010
11:47
Entlastung von Privatkassen bei Arzneikosten
von maweri | #12

@ #11

Aber Ihr beide zahlt bei Netto bzw. Rewe jeweils denselben Preis fürn O-Saft!

06.09.2010
11:33
Entlastung von Privatkassen bei Arzneikosten
von dasdsadsa | #11

WissenistMacht was hast du eigentlich an Marktwirtscahft nicht verstanden ? DU zahlhst bei Netto uach einen anderen Preis für deinen Orangensaft als im Rewe

06.09.2010
11:17
Entlastung von Privatkassen bei Arzneikosten
von WissenistMacht | #10

@ #8

Es ist nicht einsehbar, warum ein und dasselbe Produkt für gesetzlich Versicherte einen anderen Preis als für andere Kunden der Apotheke haben soll. Ok, Gruppenrabatte sind vertretbar, aber hier handelt es sich um die Unverfrorenheit der Apotheken, für den Privatpatienten höhere Preise zu verlangen.

Die Preisgestaltung der Apotheken und damit die Kostenbelastung für die Versicherer wirkt sich unmittelbar auf die Versicherungsprämien aus. Und hier gibt es keine Sozialstaffelung o.ä.

06.09.2010
11:03
Entlastung von Privatkassen bei Arzneikosten
von Einmal PKV immer PKV | #9

#7 Watzz. Und wenn Du alt und krank bist wirst Du winselnd bei der gesetzlichen Krankenkasse um Aufnahme bitten, weil Deine Private Krankenkasse den Monatsbeitrag unbezahlbar hoch angesetzt hatt. Denn alte und/oder kranke Mitglieder sind nicht gern gesehen bei den PKs. Denn die kosten zuviel. Und da diese unerträgliche schwarz/gelbe Lobby-Koalition die letzte in der Geschichte dieses Landes sein wird, hoffe ich darauf das die nächste Regierung ein Gesetz erlässt, das es Privatversicherten unmöglich macht in die gesetzliche Krankenkasse zurück zukehren. Und dann stehste ohne Krankenversicherung da und kannst dann immer noch Dein Hohenlied auf die Privaten singen. Dein zukünftiger Bestatter singt fröhlich mit. Leute die aus Egoismus aus der gesetzlichen Krankenkasse ausgeschieden sind um dann bei zu hohen Beiträgen wieder in den Schoss der gesetzlichen zurückzukehren sind für mich die wahren Sozialschmarotzer in diesem Land.

06.09.2010
11:00
Entlastung von Privatkassen bei Arzneikosten
von Einmal PK immer PK | #8

#7 Watzz. Und wenn Du alt und krank bist wirst Du winselnd bei der gesetzlichen Krankenkasse um Aufnahme bitten, weil Deine Private Krankenkasse den Monatsbeitrag unbezahlbar hoch angesetzt hatt. Denn alte und/oder kranke Mitglieder sind nicht gern gesehen bei den PKs. Denn die kosten zuviel. Und da diese unerträgliche schwarz/gelbe Lobby-Koalition die letzte in der Geschichte dieses Landes sein wird, hoffe ich darauf das die nächste Regierung ein Gesetz erlässt, das es Privatversicherten unmöglich macht in die gesetzliche Krankenkasse zurück zukehren. Und dann stehste ohne Krankenversicherung da und kannst dann immer noch Dein Hohenlied auf die Privaten singen. Dein zukünftiger Bestatter singt fröhlich mit. Leute die aus Egoismus aus der gesetzlichen Krankenkasse ausgeschieden sind um dann bei zu hohen Beiträgen wieder in den Schoss der gesetzlichen zurückzukehren sind für mich die wahren Sozialschmarotzer in diesem Land.

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