Einheits-Väter feiern sich beim Gipfeltreffen
31.10.2009 | 23:56 Uhr 2009-10-31T11:56+0100Berlin. Altkanzler Helmut Kohl hat die Deutschen dazu aufgerufen, stolz auf die Wiedervereinigung zu sein. Auch er selbst blicke mit Stolz auf die Wende vor 20 Jahren zurück, sagte der 79-Jährige am Samstag bei einer Gedenkveranstaltung im Berliner Friedrichstadtpalast.
20 Jahre nach dem Fall der Mauer haben sich Altkanzler Helmut Kohl und die früheren Präsidenten der Sowjetunion und der USA, Michail Gorbatschow und George Bush senior, am Samstag in Berlin wiedergetroffen. Bundespräsident Horst Köhler dankte den Staatsmännern bei einer Festveranstaltung im Friedrichstadtpalast für eine «Sternstunde» der Geschichte. Kohl rief die Deutschen dazu auf, stolz auf die deutsche Einheit zu sein.
An der von der Konrad-Adenauer-Stiftung veranstalteten Feier nahmen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert sowie zahlreiche weitere hochrangige Gäste aus dem In- und Ausland teil. Köhler nannte es «ein Zeichen der Hoffnung und der Ermutigung», dass Kohl, Bush und Gorbatschow 20 Jahre nach dem Mauerfall in Berlin wieder zusammenkommen. «Die Freiheitsliebe der Völker, die friedlichen Revolutionen von 1989 und die Staatskunst dieser drei Männer haben für Millionen Menschen Türen und Tore aufgestoßen», sagte er.
Kohl: Deutsche sollen stolz auf Wiedervereinigung sein
Kohl würdigte Gorbatschow und Bush als die wichtigsten Partner Deutschlands in der Wendezeit. Er sei froh, dass das Wiedersehen nach all den Jahren zu Stande gekommen sei, sagte der Altkanzler, der inzwischen an den Rollstuhl gefesselt ist und nur noch sehr schwerfällig sprechen kann.
Der 79-Jährige war im vergangenen Jahr schwer gestürzt und erst im Mai dieses Jahres wieder öffentlich aufgetreten. «Ich war gar nicht sicher, ob ich noch mal so einen Auftritt habe», sagte der CDU-Politiker.
Für die friedliche Wiedervereinigung sei der Mut der Menschen ebenso notwendig gewesen wie die Unterstützung der Nachbarn, betonte Kohl. «Das ist nicht vom Himmel heruntergefallen.» Ihn selbst erfülle es mit Stolz, was damals geschehen sei. «Ich habe nichts Besseres, als stolz zu sein auf die deutsche Einheit.»
Gorbatschow für Perestroika in den USA
Bush betonte, dass die historischen Ereignisse nicht nur in den Hauptstädten stattgefunden hätten, sondern auch in den Herzen der Menschen, die so lange auf die Achtung ihrer Rechte hätten warten müssen.
Gorbatschow sorgte mit seiner Rede für einige Irritationen. Zunächst lobte er die DDR für ihre Rolle bei der Annäherung von Ost- und Westeuropa in den Zeiten des Kalten Krieges. «Über die DDR haben wir ein Fenster nach Deutschland geöffnet», sagte er.
Dann empfahl er den USA einen grundsätzlichen gesellschaftlichen und politischen Wandel. «Sie brauchen eine Perestroika», sagte er zu Bush. In der jetzigen Situation werde sehr viel von den USA abhängen. «Hier wird man Führungsqualitäten beweisen müssen», sagte Gorbatschow mit Blick auf den Machtwechsel in den USA vor einem Jahr.
Damals löste Barack Obama den Sohn von Bush senior, George W. Bush, im Präsidentenamt ab. «Jetzt wird sehr viel von Amerika abhängen», sagte Gorbatschow. Es gebe ein Einverständnis in der Welt, «dass Veränderungen folgen müsse». (ap)
23:18
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22:29
Also es ist schon erstaunlich, wenn man hier einige von Hass und mangelnder Achtung geprägte Aussagen geüber eines alten und kranken Mannes liest. Einfach premitiv und dumm!!!
Helmut Kohl ist als Politiker sicher jemand, über den man streiten kann, aber er hat als Regierungschef in der Zeit der Eineit vieles richtig gemacht. Sicher haben viele Ihren jeweiligen Anteil unter den deutschen Politikern an der Einheit - auch ein Willi Brand oder Helmut Schmidt, Genscher und viele mehr, Aber das bestreitet niemand. Eine entsprechende Aussage habe ich auch nie von Helmut Kohl gehört!
Also was soll das?
20:42
Tatsache ist, daß in der DDR nur noch Schrott und eine verschmutzte Umwelt vorhanden war.
Die Mauer war weg, Die Grenze war weg.
Kommt die DM nicht zu uns, gehen wir zu ihr.
Die DDR wäre mit Oskars Vorstellungen ein Altersheim geworden. Um wenigstens ein paar Devisen zu erwirtschaften wären die DDR-Dreckschleudern heute noch in Betrieb.
Kohl hat unter allen Möglichkeiten die beste gewählt. Alles andere wäre viel teuerer geworden.
Und das ist seine Leistung.
19:52
Der Herr Kohl war ja sichtlich gerührt, als er bei der Festveranstaltung seine Verdienste um die Wiedervereinigung Revue passieren lassen durfte. Und hat sich auch entsprechend zufrieden mit sich und sehr selbstgerecht geäußert.
Nur davon, wie er mit seinem Sprüchen, etwa von den blühenden Landschaften und den null Vereinigungskosten für den einzelnen deutschen Bürger die Menschen vermutlich ganz bewusst getäuscht hat, davon sagt niemand mehr etwas.
Und dass er hinterher mit einem Dackelgesicht vor einer Kamera stand und meinte, er habe sich halt geirrt, das rechtfertigt dieses Verhalten auch im Nachhinein nicht im Geringsten.
17:37
Man sollte schon den Unterschied zwischen Spendenaffaire und Wiedervereinigung unterscheiden können. Die Verdienste in der Wiedervereinigung sind Tatsache,
16:55
Dem Kohl wurde sogar seine Ehrenmitgliedschaft in der CDU verweigert und jetzt jubeln sie wieder alle über ihn.
14:15
Gott sei dank feiern die sich nur selbst!
Widerlich - einfach nur noch widerlich dekadent unsere Gesellsschaft!
13:16
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12:10
Einheits-Väter
Welcher denn? Ronald Reagen?
10:37
Die SPD und die Grünen waren noch vier Wochen vor der Wiedervereinigung so weit, die Oder/Neiße Linie ohne Friedensvertrag anzuerkennen. Außerdem hätten sie wenn sie an der Regierung gewesen wären , die DDR unter Mißachtung des Grundgesetzes als souveränen Staat anerkannt.
Gut das Kohl zu der Zeit das Sagen hatte. Daß sich hier Anhänger Willy Brands äußern, Brandt wäre der wahre Kanzler der Einheit ist einfach lächerlich.
Ist das alles vergessen?:
Die CDU/CSU die konstant auf der Offenhaltung der Wiedervereinigung bestanden hat wurde noch bis kurz vor diesem Ereignis von der SPD (auch Willy Brandt) und den Grünen und vielen sogenannten Intellektuellen als ewig gestrige Träumer tituliert.
Wenn jemand aus der SPD Teilhabe an der Wiedervereinigung hat dann war es Helmut Schmidt und nicht Willy Brandt.
Der sogenannte kalte Krieg (Aufrüstungsbeschluß)war die Ursache zur Wiedervereinigung. Der Ostblock wurde wirtschaftlich in die Knie gezwungen.
Auch dieses paßte vielen in der SPD nicht. Dieses war auch die Ursache für den Abgang des Realisten Helmut Schmidt, der in seiner eigenen Partei die größte Opposition hatte.