Eine Stele erinnert an die Opfer

Seyne-les-Alpes..  Am Ort des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen suchen Experten der Spurensicherung nach dem zweiten Flugschreiber des Airbus A320. Währenddessen arbeiten in einem provisorischen Labor Dutzende DNA-Experten an der Identifizierung der Toten. Allein die Bergung könnte bis zu zwei Wochen dauern. Und bis die sterblichen Überreste an die Angehörigen übergeben werden, könnten viele Wochen vergehen, schätzt ein Sprecher der Gendarmerie.

Im Nachbarort Le Vernet erinnert bereits eine Stele an die 150 Opfer. „In Erinnerung an die Opfer des Flugzeugunglücks vom 24. März 2015“ ist darauf in vier Sprachen zu lesen: Französisch, Deutsch, Spanisch und Englisch. Davor ein Meer von Blumen.

Ein Erinnerungsort

Auch über einen Erinnerungsort in der Nähe der Absturzstelle in den Bergen wird nachgedacht. Es gehe darum, einen „sichtbaren Punkt“ zu schaffen, der den Familien den Gedanken erlaube: „Hier ist es passiert“, sagt Bürgermeister Francis Hermitte. Der Ort nimmt Anteil. „Es ist sehr traurig“, hört man immer wieder. Auch ein anderer Gedanke bewegt die Menschen: Was wäre passiert, wenn das Flugzeug in den Ort gestürzt wäre? Oder in die Mauer des nahe gelegenen Stausees? Dann hätte es schwere Überschwemmungen mit vielen Toten geben können, sagt ein Hotelbesitzer.