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Kruzifix-Streit

Eine Provokation

18.02.2010 | 20:24 Uhr

Die Entscheidung des Düsseldorfer Gerichtspräsidenten, keine Kreuze mehr in den Sälen anzubringen, verdreht die Verhältnisse. Nicht das Kreuz ist eine Provokation, die Entscheidung gegen das Kreuz ist es. Heiner Bläsing folgt damit allerdings einem Trend. Christliche Symbole verschwinden Zug um Zug aus dem öffentlichen Raum. Aber damit verschwindet Zug um Zug ein Teil unseres kulturellen Erbes, es verschwindet ein Stück Identität.

Keine Frage, der Staat hat religiös und weltanschaulich neutral zu sein. Kein Gericht darf einen Angeklagten wegen seiner Religion diskriminieren oder bevorzugen. Aber das Kreuz befindet sich trotz alledem mit der Trennung von Staat und Kirche in Einklang. Das haben schon die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes so gesehen. Sie beriefen sich ausdrücklich auf die „Verantwortung vor Gott und den Menschen”. Aus diesem Bewusstsein heraus schrieben sie uns die Religionsfreiheit unauslöschlich in unser gemeinsames Stammbuch. Und genau für diese Religionsfreiheit, für Toleranz gegen jede Person, für Versöhnung, Nächstenliebe und Gerechtigkeit steht das Kreuz. In einem Gericht hängt dieses Symbol an genau der richtigen Stelle.

Angelika Wölk

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Kommentare
20.02.2010
09:15
Eine Provokation
von pipapu | #5

Den Artikel kann man als persönliche Meinung lesen. Mehr nicht. Der Präsident kann das ebenso gut anders sehen und viele andere Menschen auch.

Es wurde damit nicht verboten christlich oder in einer anderen Religion zu denken. Wer meint er müsse immer und überall auf ein Kreuz sehen, um seine Religion nicht zu vergessen,kann ja ein eigenes in seiner Tasche mitführen und es auf seinen Tisch stellen.

Es gibt eben auch viele Menschen, die nicht immer an etwas erinnert werden möchten, das sie aus ganz persönlichen Gründen vergessen möchten.

19.02.2010
17:28
Eine Provokation
von Shinji-Chibi | #4

Keine Frage, unsere Kultur ist nun mal Christlich geprägt.
Aber grade weil es die Trennung zwischen Kirche und Staat gibt, finde ich die Entscheidung richtig, die Kreuze nicht (wieder) aufzuhängen.
Die Urteile werden schließlich auch im Namen des Volkes gesprochen, und schon länger nicht mehr im Namen Gottes.
Und da das Kreuz eh abgehängt werden muss, wenn sich einer der Prozessbeteiligten daran stört, ist es nur konsequent, es erst nicht aufzuhängen.

Wenn den Leuten im Gericht die Wand zu kahl ist, kann man ja im Amtsgericht das jeweilige Stadtwappen und im Landgericht das jeweilige Landeswappen anbringen.

19.02.2010
12:38
Eine Provokation
von dsnero | #3

Wieso eigentlich?
Unsere Verfassung fordert die religiöse Neutralität des Staates und auch des Gerichtes. Unsere Gesetze können sicher weitgehend nicht den Anspruch einer christlichen Sicht nachweisen. Das BGB basiert auf dem römischen Recht. Finanz und Wirtschaft agieren nach dem guten alten Faustrecht.
Meinen Sie da hilft ein Kreuz symbolisch weiter.
Außerdem hat das Verfassungsgericht ja deutlich gemacht, dass es auf Wunsch Einzelner entfernt werden muss!
Da hat der Gerichtspräsident schon recht: Das Auf- und Abhängen wäre sicher schädlicher für die christliche Sache - und erst die Personalkosten dafür...
Übrigens: Plädieren Sie doch mal in den Artikeln zu Pinkwart & Co. und der Hartz IV Debatte für mehr gelebte Güte und Barmherzigkeit in der Gesellschaft - da fehts nämlich!

18.02.2010
21:22
Eine Provokation
von Meierzwei | #2

Danke Frau Wölk, für den Mut diesen Artikel in diesem Medium zu veröffentlichen.

18.02.2010
19:48
Eine Provokation
von Grundgesetzeee | #1

wow, ich bin geschockt. dieser artikel ist ein lichtblick auf dieser seite und hebt sich deutlich von der üblichen linkspropaganda ab.

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