Eine Ministerin räumt auf

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hält das Sturmgewehr G36 für unbrauchbar.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hält das Sturmgewehr G36 für unbrauchbar.
Foto: Christian Charisius/Archiv

Eine Frau räumt auf: Das ist das Image, das Ursula von der Leyen pflegt, seit sie in der Bundespolitik mitmischt. Sie war die Frau, die das muffige Hinterzimmer der christdemokratischen Familienpolitik gründlich durchlüftet hat. Und sie will jetzt die Frau sein, die frischen Wind in das Verteidigungsministerium bringt.

Seit fünf Jahren klagen Experten über Mängel beim Sturmgewehr G 36. Im Normalbetrieb funktioniert es leidlich gut, im Extremeinsatz aber scheitert es. Ein Gutachten folgte auf das nächste. Warnung, Entwarnung, Warnung. Was tun?

Ursula von der Leyen weiß den Moment zu nutzen: Sie entscheidet, sie räumt auf: Ein neues Standardgewehr für die Truppe muss her. Nur welches? Am besten eine Wunderwaffe, die über jeden Zweifel erhaben ist: Federleicht und trotzdem treffsicher unter Dauerfeuer, bei Hitze und in Sturmböen. Und natürlich bezahlbar.