IT-Sicherheit

Eine düstere Zukunft

Selbst ernannte Cyber-Dschihadisten haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag den französischen Fernsehsender TV5 Monde lahmgelegt.
Selbst ernannte Cyber-Dschihadisten haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag den französischen Fernsehsender TV5 Monde lahmgelegt.
Foto: dpa

30.000 Mal pro Monat greifen deutsche Regierungscomputer auf Internetseiten zu, die böswillig manipuliert wurden. Pro Tag zählen IT-Experten fünf gezielte Spionageangriffe auf die Bundesverwaltung. 70 E-Mails mit Schadsoftware gehen pro Stunde im deutschen Regierungsnetzwerk ein.

Nur drei Zahlen, die beweisen, wie massiv die Zahl von Hackerangriffen zugenommen hat. Fragt man Unternehmen, ob sie schon einmal Ziel einer Attacke aus dem Internet geworden sind, hüllen sich die meisten in Schweigen. Zu groß ist die Angst, Kunden und Lieferanten könnten sich verschreckt abwenden.

Warum haben die meine und ihre Daten nicht im Griff?

Nicht mal die Hälfte aller Firmen hat einen Notfallplan

Eine aktuelle Umfrage beweist: Noch immer ist das Bewusstsein in der Wirtschaft klein, sich entsprechend gegen Cyber-Angriffe zu rüsten. Computer haben zu funktionieren. Basta!

Nur gerade einmal 49 Prozent aller Firmen haben einen Notfallplan, wenn ein Hacker ihr Netzwerk angreift. Doch mit der Menge an Informationen, die wir Computern anvertrauen, steigt auch die Notwendigkeit für mehr Sicherheit.

Das gilt nicht nur für Regierungen und Firmen, sondern vor allem für unsere Infrastruktur. Energie- und Gesundheitsversorgung, Verkehr und Sicherheit – ohne Computer funktioniert unsere Gesellschaft leider nicht mehr.

Wenn ein TV-Sender ein paar Minuten nicht mehr sendet, ist das zwar bitter, aber verschmerzbar. Wenn aber Atomanlagen von Hackern gekapert werden, droht uns eine düstere Zukunft.