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Ein Jahr Rot-Grün in NRW - wie stark sind die Minister wirklich?

12.05.2013 | 19:54 Uhr
Geschafft: Am 13. Mai 2012 lagen sich die SPD-Spitzenkandidatin, NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, und die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Sylvia Löhrmann, nach der Wahl in den Armen.Foto: rtr

Düsseldorf.  Vor einem Jahr wählte NRW eine neue Landesregierung. Während die CDU darauf hoffte, die fragile rot-grüne Minderheitsregierung endgültig zu kippen, tourte die Ministerpräsidentin durchs Land und kümmerte sich nicht nur um die angestammte Wählerschaft. Der Erfolg war eindeutig. Was hat ihr Team bewegt im letzten Jahr?

Dieser Wahlabend des 13. Mai 2012 prägte die nordrhein-westfälische Landespolitik stärker, als die meisten Beobachter zuvor vermutet hatten. Vor einem Jahr ­eroberte sich die SPD mit 39,1 ­Prozent eindrucksvoll die Vorherrschaft in Düsseldorf zurück, ­während die CDU mit 26,3 Prozent eine Niederlage von historischen Ausmaßen erlitt.

Die wackelige rot-grüne Minderheitsregierung verfügte durch die vorzeitig ausgerufenen Neuwahlen plötzlich über eine satte Mehrheit im Landtag. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft stieg über Nacht zum Star der SPD auf. In Beliebtheitsranglisten konnte es die lange unterschätzte Mülheimerin nunmehr mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufnehmen.

CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen, Bundesumweltminister und hoch gehandelte Kanzler­reserve, brachte sich dagegen mit einem katastrophalen Wahlkampf um alle Partei- und Regierungs­ämter. Die Linkspartei, zwei Jahre lang Zünglein an der Waage der ­rot-grünen Minderheitsregierung, flog aus dem Parlament und musste den Neulingen von der Piraten­partei Platz machen. Die totgesagte FDP erlebte durch ihren kurzfristig ins Rennen geschickten Spitzenkandidaten Christian Lindner und die Schwäche der Union eine ­unerwartete Wiederbelebung.

Diese Minister regieren NRW - Das...

Von der Opposition wird die Landesregierung eher selten gestört

Und ein Jahr danach? Die unwägbare „Koalition der Einladungen“, die Ministerpräsidentin Kraft zwischen 2010 und 2012 aufgrund fehlender eigener Landtagsmehrheit ausrufen musste, ist einem routinierten rot-grünen Regierungsalltag gewichen. Von der Opposition wird man eher selten gestört.

Die CDU ist mit der umstrittenen Doppelspitze aus Landeschef Armin Laschet und dem Fraktionsvorsitzenden Karl-Josef Laumann noch immer in der Selbstfindung. Die FDP ist im Landtag vor allem auf Solo-Auftritte des rhetorisch beschlagenen Vormanns Lindner angewiesen. Die Piraten wirken vom Parlamentsalltag ernüchtert und machen eher mit internen Krächen und Kuriositäten auf sich aufmerksam. Sie scheinen ihren Zenit schon überschritten zu haben. Wie stark aber sind die ­rot-grünen Minister wirklich?

Kommentare
01.08.2013
20:51
Ein Jahr Rot-Grün in NRW - wie stark sind die Minister wirklich?
von grauen | #51

Anfang des Jahres die Diäten für die eigene Altersversorgung erhöht (der Landtag). Die Gehälter für die Beamten im höheren Dienst eingefroren (die...
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http://www.derwesten.de/politik/ein-jahr-rot-gruen-in-duesseldorf-id7944732.html
2013-05-12 19:54
Nordrhein-Westfalen,NRW-Landtagswahl 2012,SPD,NRW-SPD,Bündnis 90/Die Grünen
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