Ehemaliger griechischer Minister: Griechen vor sich selbst schützen

Der ehemalige griechische Wirtschaftsminister Stefanos Manos unterstützt die Forderung, die nächste Kredittranche für Athen im Umfang von 31,5 Milliarden Euro auf ein Sperrkonto einzuzahlen, auf das die griechische Regierung keinen Zugriff hat. Es sei wichtig, dass die Verwendung der Zahlungen in jedem Einzelfall geprüft werde, sagte Manos der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe).

Berlin (dapd). Der ehemalige griechische Wirtschaftsminister Stefanos Manos unterstützt die Forderung, die nächste Kredittranche für Athen im Umfang von 31,5 Milliarden Euro auf ein Sperrkonto einzuzahlen, auf das die griechische Regierung keinen Zugriff hat. Es sei wichtig, dass die Verwendung der Zahlungen in jedem Einzelfall geprüft werde, sagte Manos der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Weiter sagte Manos: "Ich habe keinerlei Vertrauen in den griechischen Staatsapparat. Nicht das geringste." An Stelle der Geldgeber würde er den Griechen nicht erlauben, das Geld anzurühren. Es gehe darum, die Griechen vor sich selbst, also ihrem Staatsapparat, zu schützen.

Laut "Focus" schlägt das Bundesfinanzministerium vor, auf das Treuhandkonto einen festen Teil der griechischen Einnahmen etwa aus der Mehrwertsteuer fließen zu lassen.

dapd