E-Zigaretten nicht mehr an Jugendliche

Berlin..  Sie schmecken nach Mango, Schokolade oder Kaugummi und gelten bei vielen Teenagern als „cool“: Mehr als jeder zehnte Jugendliche hat schon mal E-Shishas oder E-Zigaretten geraucht. Doch der vermeintlich harmlose Genuss kann zu Gesundheitsschäden führen. Die Bundesregierung will deswegen jetzt den Verkauf von E-Zigaretten und E-Shishas an Minderjährige verbieten.

Elektro-Glimmstängel gelten nicht als Tabakwaren und sind bislang frei verkäuflich. Eine neue Studie des Bundesamts für Risikobewertung zeigt jedoch, dass selbst nikotinfreie Produkte schädlich sind: Sie reizen die Schleimhaut, schädigen die Stammzellen der Lunge und können im schlimmsten Fall sogar Krebs auslösen. Die Forscher warnen zudem davor, dass sich Kinder und Jugendliche auf diese Weise das Rauchen als Ritual angewöhnen könnten.

Keine harmlosen Naschereien

„Jugendschutz darf nicht gängeln“, räumt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) ein. Doch bei den E-Shishas und E-Zigaretten sei die Schädlichkeit klar nachgewiesen. Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) zieht am selben Strang: „Das sind keine harmlosen Naschereien.“ Die neue Regelung soll so schnell wie möglich in Kraft treten. Die Länder hatten bereits ein Gesetz angemahnt. Auch die Weltgesundheitsorganisation hatte sich für ein Verbot ausgesprochen.