Düsseldorf schaltet Islamgegnern das Licht aus

Düsseldorf/Dresden..  In Düsseldorf gingen gestern Abend am Rathaus, am Fernsehturm und weiteren markanten Gebäuden die Lichter aus – als Zeichen des Protests gegen eine Kundgebung „Dügida“, dem Düsseldorfer Ableger des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses. Laut Polizei standen am Abend rund 200 „Dügida“-Unterstützern rund 6000 Gegendemonstranten gegenüber.

Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte zuvor Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) recht gegeben: Er durfte die Bürger zu Gegendemonstrationen aufrufen und das Rathaus abdunkeln lassen. Die „Dügida“-Veranstalter hatten darin eine Verletzung der Neu­tra­litätspflicht Geisels gesehen. In der Vorinstanz hatten die Richter die Licht-aus-Aktion untersagt.

Die größte Pegida-Demo fand mit rund 20 000 Teilnehmern in Dresden statt. Es war der erste Pegida-Marsch nach dem Terroranschlag von Paris. In Dresden gab es auch mehrere tausend Gegendemonstranten. Auch in anderen Städten gingen Tausende gegen Pegida auf die Straße. In München beteiligten sich 20 000 Menschen an einer De­monstration unter dem Motto „München ist bunt“. In Leipzig protestierten rund 30 000 Menschen gegen den Aufmarsch von Legida, an dem 2000 Menschen teilnahmen.