Droht NRW ein Schulkampf?
19.07.2010 | 18:43 Uhr 2010-07-19T18:43:00+0200
Düsseldorf.Nach dem erfolgreichen Volksentscheid gegen eine Schulreform in Hamburg drohen CDU und FDP in NRW der rot-grünen Landesregierung ebenfalls mit Massenprotesten gegen die geplante Gemeinschaftsschule.
Wenn Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und ihre Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) längeres gemeinsames Lernen wie angekündigt umsetzen wollten, „dann war das Hamburger Votum nur ein laues Lüftchen gegen das, was in NRW losbrechen wird”, kündigten CDU-Landtagsfraktionschef Karl-Josef Laumann und CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid am Montag in einer gemeinsamen Erklärung an. Rot-Grün wolle Gymnasien und Realschulen durch die Gemeinschaftsschule ersetzen. „Die Mehrheit der Eltern und Lehrer will aber die Vielfalt des Schulsystems erhalten”, so die CDU-Politiker.
„Wer Hand an die Gymnasien legt, provoziert einen Volksaufstand”, warnte auch FDP-Fraktionschef Gerd Papke. „Wenn die Landesregierung ihre Absicht in Angriff nimmt, bis 2015 mindestens ein Drittel aller weiterführenden Schulen in Gemeinschaftsschulen umzuwandeln, wird es auch in NRW einen Volksentscheid geben.”
Löhrmann sieht sich hingegen durch die Ereignisse in Hamburg in ihren Plänen bestätigt. Anders als der Stadtstaat wolle die Landesregierung den Umbau des Schulsystems „nicht verordnen”, sondern „im regionalen Konsens gestalten”. Wenn vor Ort Kollegien, Eltern, Schüler und Kommunen eingebunden würden, werde „die Akzeptanz groß sein”, zeigte sich Ministerin Löhrmann weiterhin optimistisch.
Elternverbände in NRW reagierten unterschiedlich. „Wir Realschuleltern haben die Aktion in Hamburg unterstützt. Und es ist schon angedacht, auch hier aktiv zu werden, wenn so eine Reform droht“, kündigte Claudia Jacobi, Geschäftsführerin der Landeselternschaft Realschulen, gegenüber dieser Zeitung an. Die Gymnasialeltern wollten kämpfen, „falls das Gymnasium amputiert werden soll“, sagte deren Vorsitzende, Gabriele Custodis.

06:25
DKW fragt oben: Kleine Frage, was ist aus der damals so hoch gelobten Mengenlehre geworden?
Antwort:die im 18. Jahrhundert entwickelte Mengenlehre ist auch heute noch Bestandteil der Mathematik.Sie ist nämlich ein grundlegendes Teilgebiet der Mathematik
Laut Wikipedia:
Zahlreiche mathematische Disziplinen werden heute auf der Mengenlehre aufgebaut, darunter Algebra, Analysis, Maßtheorie, Stochastik und Topologie.
Da sehen wir auch gleich das Missverständnis: es ging damals ja nicht darum,. dass etwas gänzlich Neues in der Schule eingeführt wurde, also die Mengenlehre, sondern es ging damals um die Frage. ob man bereits im frühen Stadium des Schulunterrichts den Schülern diese grundlegende Teildisziplin der Mathematik beibringen sollte.
Das Verständnis der Mengenlehre ist nämlich grundsätzlich für das Verstehen der Mathematik, die über das bloße Rechnen im Sinne der Volksschulsbildung hinausgeht.
17:48
PS; Sind ein paar Tippfehler entstanden.
Mea Culpa Mea Culpa, Mea Maxima Culpa
17:44
ALSO : Löhrmann und Kraft haben ihre Sprößlinge im Endstadium des ABI`s und in der Privat Schule.
Ihnen berührt die Schulreform NRW nicht.Wer glaubt das die besser Gestellten oder anders gesagt besser Verdiener ihre Kinder auf eine Multikultischule schicken hat sich nicht mit der Problematik des Schulsystem auseinander gesetzt.
Die Bürger die Geld haben werden ihre Kinder in Privatschulen stecken.
Z.B. die Kirche macht es vor , früher Internat heute Privatschule auf T............. komm raus.
Benachteiligung hoch 10 ........... egal wer ,wie oder was ,kein Geld keine Bildung.
So: welches Schulsystem ist besser?
Pro ,Contra der Volksentscheid muß her.
Mal sehen ob die Landesregierung es wie in Hamburg macht ,was ich nicht Glaube ,die Minderheitsregierung unter Kraft und Löhrmann versuchen das zu vereiteln.
Also ein Diktat.
Minderheitsregierung ............. da kommt das Wort Gier durch......
Gier nach Macht und Geld ,kommt da bei mir in den Sinn.
Nichts gegen Frauen in Chef und sonstigen hohen Etagen ,aber ist da mal eine Nichtstudierte dabei?
Genauso welche von der Arbeiterklasse ?
Die SPD hat lange sowas propagiert....
Und Heute luegen sie den Wählern genauso an wie alle anderen auch.
Noch mal um die Sache !
Ich finde wir sind mit dem System, was die MinReg. uns vorschlägt auf den weiteren Weg der Amerikanisierung.
Das selbe Schulsystem .
Die Auswirkungen kennen wir.
Egal was für einen Klassenstand und Glaube die schulpflichtigen Kinder haben,es sollte dem Volök es überlassen sein wie ihre Kinder ausgeblidet werden und nicht ein Diktat von irgend jemanden, so unterläuft man die Demoklratie.
Und wer es noch immer nicht verstanden hat sollte mal Googlen ,bei Wikipedia oder im Lexikon nachschauen.
Ahja ,noch an die anderen Cleveren : Es gibt reichlich Literatur darüber.
17:31
Sobald ihr Sohn aus der Schule kommt und sie feststellen, der übernimmt das Machogehabe und die Sprache seiner Mitschüler, werden sie von der Idee längeres gemeinsames lernen, nicht mehr so begeistert sein. Ein weniger begabtes Kind dass, dann den Sprung zu einer anspruchsvolleren Schule nicht schafft, ist geliefert.
16:09
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15:48
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15:19
Ein Ländervergleich zieht die PISA-Studie. Da schneidet Deutschland sehr schlecht ab. Mehr ist zum Ländervergleich nicht zu sagen.
15:12
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14:55
Diese erstgenannten Kinder bringen jedoch häufig einen ganzen Rucksack voller Probleme (und ohne Bücher) mit in die Schulen.
Nein, Du arbeitest mit Klischees. Der einzig Unterschied zwischen den unterpriviligierten Kindern und denen der Mittel- und Oberschicht ist das sprachliche Niveau. Und hier ist nicht die deutsche Sprache gemeint. Sondern die sprachliche Mitteilung selbst. Egal in welcher Sprache. Wer als Kind gelernt hat, sich sprachlich mitzuteilen, dem gelingt es auch in der Schule. Wer das nicht kann, sondern nur eine verkümmerste Sprache spricht, ist für die Schule nicht vorbereitet. So einfach ist das.
Und eben diese sprachliche Kompetenz können Kinder besser gemeinsam erlernen. Kinder lernen nämlich durch Nachahmen und durch Vorbilder. Werden aber immer die Gruppen getrennt, bleibt ein Teil auf der Strecke.
Im übrigen: Wir reden hier über Deutschland und nicht im Ländervergleich zu anderen Ländern.
14:14
Puhhh...kurz durchatmen...
Natürlich sind Arbeiter/Hartz4/Ausländerkinder nicht grds. dümmer, als Kinder aus z.B. gutbürgerlichen Familien. Diese erstgenannten Kinder bringen jedoch häufig einen ganzen Rucksack voller Probleme (und ohne Bücher) mit in die Schulen. Natürlich haben diese Kinder dasselbe Recht zu lernen und können von mir aus auch liebend gerne das Abitur schaffen bzw. studieren gehen! Nur die Realität sieht doch nunmal ganz anders aus. Die Lehrer sind schon jetzt überfordert. Wie soll es erst werden, wenn das extreme Problemklientel auf die bürgerlichen Kinder trifft? Glaubt ernsthaft jemand, dass die bürgerlichen Kinder, aus reiner Nächstenliebe den anderen helfen werden und sie dadurch mitziehen? Das ist auch gar nicht ihr Aufgabe. Das wäre die Aufgabe der Schule, welche aber chronisch unterfinanziert ist und Lehrer ausbildet, ohne diese ernsthaft auf den harten Alltag vorzubreiten.
Meine Vorschläge daher:
1. Kindergartenpflicht für alle Kinder. Jedoch nicht umsonst. Vielleicht überlegen sich dann bestimmte Bevölkerungsgruppen mal, ob es wirklich 5 und mehr Kinder sein müssen. Ich habe auch nur 2, weil ich mehr nicht bezahlen kann. Zudem verpflichtende Sprachkurse (für alle Kinder)
2. Die Schulen und Kindergärten müssen finanziell und personell extrem besser aufgestellt werden.
3. Die Hauptschulen werden abgeschafft und die Kinder auf die Gesamtschulen untergebracht (damit sie von der Straße wegkommen).
Alles andere sollte so bleiben wie es ist.