Drei neue Hochschulen für Ingenieure
20.06.2007 | 08:56 Uhr 2007-06-20T08:56:50+0200Arnsberg. Mehr Ingenieure braucht das Land. Daher will die NRW-Regierung in den kommenden Jahren bis zu drei zusätzliche Fachhochschulen schaffen. Ob auch in Südwestfalen ein weiterer Wissenschaftsstandort angesiedelt wird - das ließ Forschungsminister An
"In NRW fehlen 10 000 Ingenieure", rechnete der stellvertretende Ministerpräsident vor. Auch in Südwestfalen klaffe eine Lücke. Daher wolle das Land künftig vor allem den Ingenieurnachwuchs stärker fördern, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu bewahren und Arbeitsplätze zu schaffen.
So will Pinkwart die Zahl der Studienplätze dauerhaft in der Größenordnung von bis zu drei Fachhochschulen erhöhen. Indem bisherige Standorte entweder ihre Kapazitäten erweitern oder vorhandene Abteilungen in eine eigene Fachhochschule ausgründen. Oder indem gänzlich neue Standorte geschaffen werden.
Interesse an einer solchen Neugründung hat bereits Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel bekundet. Jedoch will Minister Pinkwart über die zusätzlichen Plätze in einem Wettbewerb beschließen lassen. Entscheiden sollen externe Gutachter - nicht Politiker. Nur so ließe sich gewährleisten, dass die Standorte auf Dauer tragfähig seien.
Bereits 2008 will der Minister diesen Wettstreit der Standorte ausschreiben. Vorausgesetzt, das Land bekommt die Mittel zusammen. Bis zu 110 Millionen Euro will Pinkwart jährlich zusätzlich aufwenden. Ein Teil des Geldes soll aus dem Hochschulpakt II fließen. Weitere Teile aus Privatisierungserlösen sowie aus Umschichtungen im Landesetat - auf Kosten anderer Ressorts.
Bereits im Herbst können sich Hochschulen und Mittelständler an den Wettbewerben um EU-Fördermittel beteiligen. Das Wissenschaftsministerium wird bis zum Jahr 2013 "dreistellige Millionenbeträge" ausschütten. Für Südwestfalen sieht Pinkwart vor allem in den Feldern Mikro- und Nanotechnologie, Optoelektronik und neue Werkstoffe gute Aussichten.

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