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Dortmunds neue Lehranstalt der Superlative

26.01.2016 | 18:01 Uhr
Dortmunds neue Lehranstalt der Superlative
Das neue Schulzentrum am Dortmunder „U-Turm“. Ab April soll hier der Unterricht aufgenommen werden.Foto: Kai Kitschenberg

Dortmund.   Am „U-Turm“ ist einer der größten Schulneubauten in Deutschland entstanden. 6000 Berufsschüler sollen hier ab April unterrichtet werden.

Längst hat sich das „Dortmunder U“ als Kunst- und Kulturzentrum mit überregionaler Ausstrahlungskraft einen Namen gemacht. Schon bald aber werden die vier vergoldeten Großbuchstaben auf dem Dach des 70 Meter hohen Industriedenkmals als Wegweiser für eine weitere Bestimmung des weitläufigen Areals unweit des Dortmunder Hauptbahnhofs fungieren. Dann steht das U für Unterricht.

Denn ab April sollen im Schatten des einstigen Kellereihochhauses, in dem die Dortmunder Unionbrauerei in ihren besten Zeiten jährlich mehr als eine Million Hektoliter Bier produzierte, so viele junge Menschen büffeln wie an kaum einem anderen Bildungsstandort außerhalb der Universitäten.

Über 6000 Berufsschüler werden hier – verteilt auf zwei Berufskollegs – gleichzeitig die Schulbank drücken, unterrichtet von insgesamt 210 Lehrern. Damit gehört der jetzt fertiggestellte Schul-Komplex rund um den Turm zu den größten Schulneubauten in Deutschland.

Unterrichtet werden in der Lehranstalt der Superlative unter anderem angehende Kaufleute, Elektrotechniker, Anlagenmechaniker, Augenoptiker, Sanitärhandwerker und Logistikfachkräfte. Junge Menschen mit Fachhochschulreife und Berufsausbildung können hier ihr Abitur machen. Auch ein Wirtschaftsgymnasium wird integriert.

Hochgezogen wurde das Gebäudeensemble mit insgesamt über 50 000 Quadratmetern Geschossfläche in einer für ein öffentliches Bauvorhaben dieser Größenordnung vergleichsweise kurzen Bauzeit von rund zwei Jahren. Eigentlich hätte der Neubau schon deutlich früher fertig sein können. Doch zwischen den konkurrierenden Bietern kam es zu einem langwierigen vergaberechtlichen Tauziehen um den Zuschlag für das über 80 Millionen Euro teure Projekt. Realisiert haben den Neubau letztlich zwei Essener Unternehmen, der Baukonzern Hochtief und der Projektentwickler Kölbl-Kruse. Sie setzten den Entwurf des ursprünglichen Ausschreibungssiegers Gerber Architekten aus Dortmund um.

Zum Gesamtensemble gehört auch der neue Verwaltungssitz für den Gasnetzbetreiber Thyssengas und ein öffentliches Parkhaus. Finanziert wurde die Baumaßnahme über ein Fondsmodell. Die Stadt Dortmund mietet die Räume der Berufskollegs für einen jährlichen Millionenbetrag an und nimmt noch einmal 12,4 Millionen Euro für die Ausstattung in die Hand. Nur bei der Essensversorgung zeigte man sich knauserig. Ihr Pausenbrot sollten die 6000 Schüler besser mitbringen. Es gibt nur einen Kiosk. Eine richtige Mensa sah die Planung nicht vor.

Michael Kohlstadt

Kommentare
27.01.2016
13:54
Dortmunds neue Lehranstalt der Superlative
von DerHeerener | #1

Mitten in all der Superlative also keine Chance auf erschwingliche,Lernort-nahe und vergleichsweise gesunde Kost ?
Der Wurst-Willi vom West-End der...
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2016-01-26 18:01
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