Dortmund erwartet viele Extremisten

Dortmund..  Mehrere tausend gewaltbereite Extremisten erwartet die Polizei in Dortmund am heutigen Samstag. Es gebe eine „bundesweite Mobilisierung im rechts- und linksextremen Spektrum, auch im Ausland“, sagt am Freitag der Leitende Polizeidirektor Dieter Keil. Am 28. März 2005 erstach ein Neonazi einen Punker in Dortmund. Seitdem gibt es am Jahrestag fast immer Theater in der Stadt.

So auch heute: Die Partei „Die Rechte“ hat Aufzug, Kundgebung und Konzert angekündigt, bürgerliche und linke Gruppen mobilisieren dagegen. Insgesamt muss die Polizei neun Veranstaltungen in der Innenstadt und dem Dortmunder Westen auseinanderhalten.

„Wenn es uns nicht gelingt, die Gruppen zu trennen, sind massive körperliche Gewalt und Verletzungen von Polizeibeamten in hoher Zahl zu erwarten“, sagt Polizeipräsident Gregor Lange. Die Symbolik des Tages, die Emotionalisierung der Szenen und die Teilnahme der „Hooligans gegen Salafisten“ führe zu der „hohen angenommenen Zahl von Gewalttätern“.

Mehrere tausend Polizisten aus sieben Bundesländern sind im Einsatz. „Die Rechte“ hat als Treffpunkt ihrer Anhänger für 12.30 Uhr den Hauptbahnhof ausgeguckt. Bahnreisende sollten das bedenken.