Die wenigsten Armen leben im Sauerland

Arnsberg/Hagen..  Die wenigsten armen Menschen in NRW leben im Sauer- und Siegerland. Dagegen nimmt die Armut im Raum Hagen/Bochum weiter deutlich zu. Laut einer Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes galten 2013 bereits 17,1 Prozent der NRW-Bürger als arm – bundesweit waren es 15,5 Prozent. Im Sauerland (Bezirk Arnsberg) gab es mit 12,8 Prozent die landesweit niedrigste Armutsquote. Hier sank der Wert seit 2012 sogar um 7,9 Prozent.

Insgesamt stieg der Anteil der armen Menschen in NRW im Jahr 2013 um knapp fünf Prozent. Neben dem Ruhrgebiet mit dem Höchstwert von 21,4 Prozent Armutsquote in Dortmund entwickelt sich auch der Raum Köln/Düsseldorf zur Problemregion. In Köln waren 17,5 Prozent arm (+6,7%), in Bonn 14,5 Prozent (+7,4%). Vor allem Arbeitslose und Alleinerziehende kommen laut Studie mit ihrem Geld in den vergleichsweise teuren Städten im Rheinland kaum über die Runden.

Im Raum Hagen/Bochum stieg die Armutsquote 2013 auf 18,7 Prozent (+12,7%). Dagegen sank sie im Raum Siegen gegen den Trend auf 13,1 Prozent (-11,5%). Als arm gelten Menschen, die von weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens leben müssen.