Die schönsten Tage des Jahres ..?

Urlaub zum Wohlfühlen. Aber nicht alle erholen sich so gut wie die Familie auf unserem Foto.
Urlaub zum Wohlfühlen. Aber nicht alle erholen sich so gut wie die Familie auf unserem Foto.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Viele sagen bei einer Forsa-Umfrage, dass sie in den Ferien nicht richtig abschalten konnten. Und immer mehr sagen, sie müssten auch am Strand für den Chef erreichbar sein. Ein Kommentar von Peter Toussaint

Bei den einen weicht die Urlaubsbräune schon wieder der Büroblässe – da kommt die andere Hälfte knackig braun aus den Ferien zurück. Und dann beginnt bei uns der eingeübte Dialog: „Wie war’s?“ „Super!“ „Und Wetter?“ „Klasse.“ Und dann ist für ein Jahr wieder alles zum Thema Urlaub gesagt.

Denkste. Die Forsa-Umfrage hat uns gestern überrascht. Für viele Arbeitnehmer sind die schönsten Wochen des Jahres gar nicht schön gewesen. Manche Gründe lassen sich schnell abhaken. Zwei Wochen Dauerregen in Grömitz treiben auch die anspruchloseste Frohnatur an den Rand der Depression. Und nörgelnde Teenager beim Wanderurlaub muss man sich auch erst mühsam schönreden. Aber es gibt Aussagen, die zum Nachdenken Anlass geben. Und zum Gegensteuern.


Immer mehr Menschen sagen, dass es ihnen nicht gelinge, im Urlaub abzuschalten. 13 Prozent der Befragten mussten für ihren Arbeitgeber übers Handy oder übers Internet erreichbar sein. Oder sie glaubten zumindest, erreichbar sein zu müssen. Man gewöhnt sich schwer an den Anblick: Managertypen, die mit wichtiger Miene im Strandkorb oder auf der Alm mal eben ihre E-Mails checken.

Es gibt eine wachsende Zahl von Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Angestellten in den Ferien nicht zu stören. Das ist gut so. Bei unserer Straßenumfrage – siehe Artikel Seite 3 – sagte die 50-jährige Manuela Concalves unserer Reporterin: „Wenn ich Urlaub habe, habe ich Urlaub!“ Stimmt!