Die Scheu vor den Zahlen schwindet

Wer Mathe als Lieblingsfach hat, gilt auch heute noch als Sonderling. Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler fremdelt nach wie vor mit der Welt der Zahlen. Das war bis vor wenigen Jahren auch der Grund für den Nachwuchsmangel in den MINT-Fächern, denn ohne ein Gutteil Mathe kommt keine Informatik, keine Naturwissenschaft und auch kein Technikstudiengang aus. Nun scheint die Aussicht, mit einem Abschluss in einem dieser Fächer beste Berufsaussichten zu erwerben, vielen jungen Menschen die Scheu vor den Zahlen zu nehmen.

Nach der Logik des Schweinezyklus wäre hier eine Warnung angebracht – eigentlich. Je mehr Nachwuchs es gibt, desto mehr verliert der Einzelne an Wert, wenn er mit vielen anderen gleichzeitig auf den Markt drängt. So erging es vielen Lehramtsstudenten, die der Lehrermangel der 90er in die Pädagogik lockte. Als sie ihre Examen hatten, waren die meisten Stellen besetzt. Doch anders als der Arbeitsmarkt Schule wird jener der MINT-Fächer weiter wachsen, der technische Fortschritt sich von der Demografie nicht aufhalten lassen. Ein Studium in einem dieser Fächer bleibt absehbar eine erfolgversprechende Wahl.