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Politik

"Die Redaktion ist nicht käuflich"

02.05.2008 | 19:00 Uhr

Ein Jahr Verhaltenskodex der WAZ-Gruppe.Pionierfunktion für deutsche Online-Medien

Hagen. Am 3. Mai, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, stehen Verletzungen des Menschenrechts auf freie Meinungsäußerung im Mittelpunkt. Diese Freiheit ist in Deutschland verfassungsmäßig verankert, dennoch kommt es auch hier zu Verstößen (u. a. BND-Bespitzelung), über die - anders als in Ländern mit stark eingeschränkten Bürgerrechten - in aller Öffentlichkeit diskutiert wird.

Pressefreiheit heißt für die Medien aber auch, verantwortungsvoll damit umzugehen. Grundsätze für eine seriöse Berichterstattung hat der von Journalisten und Verlegern getragene Deutsche Presserat in seinen Leitlinien festgelegt. Die WAZ-Mediengruppe geht noch weiter, sie erarbeitete ein auf dem Pressekodex aufbauendes eigenes Regelwerk. Am 2. Mai 2007 wurde dieser Verhaltenskodex feierlich unterzeichnet.

Die Einhaltung ist für alle in Deutschland erscheinenden Zeitungen der WAZ-Gruppe verbindlich. Diese Grundsätze für klare Trennung von werblichen und redaktionellen Informationen gelten auch für den Online-Bereich - damit erfüllt die WAZ in Deutschland eine Pionierfunktion.

Gesellschafter, Geschäftsführer, Chefredakteure, Anzeigenleitung und Betriebsräte stellten sich mit ihren Unterschriften voll hinter den WAZ-Kodex, der unter dem Leitgedanken "Die Redaktion ist nicht käuflich" klare Vorgaben gibt. Der sagt, wie die Grenzen zwischen Anzeigen und Redaktion zu ziehen sind. Aber auch, was den Mitarbeitern erlaubt ist und was nicht. Auf Tagungen, in der Wirtschaft und in Medien-Fachblättern erfuhr die Zeitungsgruppe viel Anerkennung für diese Initiative zur Sicherung von Qualitätsjournalismus.

Seit der Verabschiedung vor einem Jahr ist der zur Klärung strittiger Fragen eingerichtete Ombudsrat schon häufiger um Rat und Entscheidungen gebeten worden. Dabei zeigte es sich, dass in der Regel Probleme gelöst werden können, bevor sie auftreten. Vorausgesetzt, man meint es ernst mit der Pressefreiheit - auch nach innen - und mit der Sicherung publizistischer Unabhängigkeit. Gäbe es den WAZ-Kodex noch nicht, müsste er dringend beschlossen werden.

Von Bodo Zapp

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Kommentare
04.05.2008
05:00
Blockierter Kommentar.
von der Kritisierte | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.05.2008
20:10
Die Redaktion ist nicht käuflich
von Anno_Domini | #1

Sie besingen das Hohe Lied der Pressefreiheit und klopfen sich selbst auf die Schulter. Als Abonnent Ihrer Zeitung weiß ich aber, dass Sie einseitig berichten, wenn es um bestimmte Mainstream-themen geht. Z.B. der Aufmacher im unteren Teil der WAZ von heute Neonazis zetteln Mai-Krawalle an Der erste Eindruck und das haben Sie voll beabsichtigt ist Neonazis sind an allem Schuld. Wenn der gewogene Leser weiter liest blickt er etwas verwirrt drein. Erstmals haben nämlich Rechtsextreme Schläger aktiv an die Konfrontation gesucht. Zum ersten: Schläger sind erst dann Schläger wenn sie geschlagen haben also wenn Sie bis dahin friedlich waren, waren sie auch keine Schläger. Außerdem berichten sie überhaupt nicht darüber, dass die Linksextremen (fürsorglich von Ihnen Autonome genannt, was sind eigentlich Autonome?, sind Feierabend-Kommunisten?,wahrscheinlich) zahlenmäßig dei weit größere Gruppe waren. Es ist schlimm, dass bei ihnen nur rechte Gewalt die eigentliche Gewalt ist. Linke Gewalt steht unter Naturschutz. Aus meiner persönlichen Wahrnehmung handelt es sich bei Rechtsradikalen meist um Deutsche, die keiner haben will, Hauptschüler und Schulversager aus Problemfamilien, die sich nach Anerkennung sehnten und im Stich gelassen wurden, stattdessen leistet sich Deutschland den Zuzug von geringgebildeten Fremden, die als direkte Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt auftauchen. Das ist eine schlechte Behandlung der eigenen Leute. Würden diese nämlich an die Hand genommen, würden sie nicht zu den Rattenfängern gehen. Ein überlastetes Sozialsystem, wofür eigentlich? Und die eigenen Leute werden an die Wand gedrückt, das ist unfein.
Weiter schreiben Sie, dass in Berlin die Krawalle geringer ausgefallen sind als im vergangenen Jahr. In Berlin sind nämlich gar keine Rechten aufgetreten, da mussten unsere Linken in die Röhre schauen, kein Prügelgenosse da, aber trotzdem wurden 138 Bersonen!!! festgenommen. Das alles nur Linke waren erwähnen Sie gar nicht. Das Hohe Lied der freien und ausgewogenen Presse beherrschen Sie noch nicht so richtig. Ich will auch geschützt werden vor den Linken (brennende Autos), wenn Sie die allerdings unter Naturschutz stellen dann werden Politiker wohl nicht tätig werden.

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