Die Pegida-AfD - von Gerd Heidecke

Frauke Petry gefällt sich in ihrer Rolle als Frontfrau der AfD. Bei der Abstimmung der Parteimitglieder in Essen setzte sie sich klar gegen Parteigründer Bernd Lucke durch.
Frauke Petry gefällt sich in ihrer Rolle als Frontfrau der AfD. Bei der Abstimmung der Parteimitglieder in Essen setzte sie sich klar gegen Parteigründer Bernd Lucke durch.
Foto: Federico Gambarini

Die AfD steht nach dem Quasi-Rausschmiss von Parteigründer Bernd Lucke vor der Spaltung. Die Umfragewerte der Anti-Euro-Partei liegen gerade an dem Wochenende, an dem die Euro-Krise im griechischen Referendum gipfelt, unter der Fünf-Prozent-Marke.

Und der anstehende Rechtsruck unter Frauke Petry, der smarten Populistin im kurzen Bleistiftrock, macht die Alternative für viele nicht unbedingt wählbarer.

Verglüht die AfD jetzt wie die ­anderen Meteoriten unter den Rechtsaußen-Protestparteien nach kurzem Aufleuchten, wie etwa vor 25 Jahren die Republikaner und vor 15 Jahren die Schill-Partei?

Genau das werden sich jetzt ­viele in den etablierten Parteien wünschen. Aber Petry ist rhetorisch geschickt. Bislang hat sie es verstanden, rechtskonservative Kreise anzusprechen, ohne sich selbst allzu sehr angreifbar zu ­machen.

Ob ihr das in der neuen „Pegida-AfD“ auch gelingt, die sie jetzt selbst geschaffen hat? ­Ausgeschlossen ist es nicht.

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