Die Linke will Legalisierung von Cannabis durch Einführung von Cannabis-Clubs
24.01.2012 | 16:29 Uhr 2012-01-24T16:29:47+0100
Berlin. Einen Club für Kiffer, in dem sie legal Cannabis anbauen und konsumieren dürfen, fordert die Partei Die Linke. Ihr Antrag steht im Bundestag zur Anhörung. In Spanien gibt es bereits Cannabis Clubs.
David fährt zweimal wöchentlich vom Niederrhein aus nach Venlo zum Einkaufen. Günstigen Kaffee sucht der 23-Jährige im holländischen Einkaufsparadies nicht, sondern "gutes Gras", sprich Cannabis. Obwohl die niederländische Regierung den Drogentourismus einzudämmen versucht und David sich mit seinen Einkaufstouren hierzulande strafbar macht, hat sich für ihn nichts geändert. Bisher sei er aus keinem Coffeeshop verwiesen worden und habe immer seine Ware erhalten.
Dabei zahlt David drauf. Würde er Cannabis hier in Deutschland illegal erwerben, käme er wegen der Spritkosten für seine Holland-Fahrten günstiger weg, sagt er. "Hier fehlt die Beständigkeit und die Auswahl, in Holland kriege ich immer sicher, was ich will", sagt David.
Die Linke will Konsumenten wie David nun Fahrten nach Holland und andere illegale Beschaffungswege ersparen. Zur Anhörung im Bundestag steht am Mittwoch, 25. Januar, ihr Antrag "Legalisierung von Cannabis durch Einführung von Cannabis-Clubs".
Cannabis-Clubs nach spanischen Vorbild
Der Besitz und Konsum von bis zu 30 Gramm an Cannabiserzeugnissen soll nach Wunsch der Linken in Zukunft legal sein. Nach spanischem Vorbild will die Linke sogenannte Cannabis-Clubs einrichten, die für ihre Mitglieder den Cannabisanbau übernehmen. Die Clubs sollen nicht gewinnorientiert, sondern kostendeckend arbeiten.
Zutritt zu den Cannabis-Clubs sollen nur volljährige Mitglieder erhalten. Zudem habe der Vereinsvorstand die für den Cannabis-Anbau erforderliche Sachkunde nachzuweisen, heißt es im Antrag.
Zwar ist In Spanien der Cannabis-Konsum im privaten Bereich legal, jedoch nicht der Anbau und Transport. So darf in den spanischen Clubs kein Cannabis angebaut werden. Die britische Zeitung The Guardian berichtet von einem absurden Fall eines Cannabis-Clubs in Madrid: Die Polizei habe dort bei einer Razzia eine illegale Cannabis-Plantage des Clubs zerstört. In anderen Fällen hätten Richter in der spanischen Hauptstadt entschieden, dass die Polizei konfisziertes Cannabis an die Clubs zurückgibt.
Bundesdrogenbeauftrage ist gegen Cannabis-Clubs
Mechthild Dyckmann (FDP) ist strikt gegen die Legalisierung von Cannabis. "Von allen Abhängigen illegaler Drogen, die sich in eine Suchttherapie begeben, wird inzwischen die Mehrheit wegen Cannabis behandelt.", sagt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Die Zulassung von Cannabis-Clubs würde das falsche Signal setzen, dass Cannabis ungefährlich ist.
Demgegenüber gibt es immer weniger jugendliche Kiffer. Laut einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist die Zahl der jugendlichen Cannabis-Konsumenten rückläufig.
Grüne wollen "liszensierte Fachgeschäfte" statt Clubs
Für die Grünen greift die Forderung nach Cannabis-Clubs zu kurz. Sie fordern eine legale Abgabeform weicher Drogen über "lizensierte Fachgeschäfte". Eine Fokussierung auf Cannabis verkenne zudem die Problematik der Kriminalisierung von Schwerstabhängigen. "Wer sein Leben nicht mehr ohne Drogenkonsum gestalten kann, braucht weder die Polizei im Rücken noch eine Mitgliedschaft im Cannabis-Club", sagt Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen.
Polizei fordert einheitliche Regeln
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist gegen eine Legalisierung und fordert statt Cannabis-Clubs eine einheitliche Regel bei der Strafverfolgung. "Es ist schwer vermittelbar, dass in einzelnen Bundesländern unterschiedliche Mengen für den Eigengebrauch straflos bleiben", sagt GdP-Vorsitzender Bernhard Witthaut.

18:24
Mal vorweg: ich bin 17 jahre alt und konsumiere cannabis produkte auch gelegentlich. Ich habe mir mal alle Kommentare durchgelesen und bin verwundert über die häufig vollkommen schwachsinnigen/falschen Behauptungen, die von vielen Erwachsenen (von denen ich eindeutig mehr Wissen bzw Verstand erwartet hätte) aufgelistet wurden. Bevor man bei einem solch wichtigen und umstrittenen Thema mitredet, sollte man sich erstmal darüber informieren. Viele von den Personen, die sich gegen die Legalisierung aussprechen, sagen zwar dass die Legalisierung "das schlimmste ist was man überhaupt machen kann", doch wenn man seine Meinung äußert sollte man sie auch BEGRÜNDEN können. Jedes Kommentar was keine klare und wahre Begründung gegen das Legalisieren enthält ist meiner Meinung nach nur unnötig und lästig.
Nun zum eigentlichen Thema:
Ich finde eine Legalisierung von weichen drogen wie z.B. Cannabis sehr sinnvoll. Die Jugendlichen sollten sich ihr gras nicht auf der Straße illegal besorgen müssen, das häufig mit EXTREM schädlichen Fremdstoffen wie ua. Haarspray oder Blei gestreckt ist. Jeder Volljährige sollte eine geringe Menge Cannabis mit sich führen dürfen die er in einem staatlich geprüften Laden kaufen kann. Damit ist die Reinheit des Gras gewährleistet.
Ein weiterer Punkt ist die Strafverfolgung. Wie viele Milliarden Euro und wie viele Arbeitsstunden und Arbeitskräfte werden durch die Verfolgung von "Gelegenheitskiffern" vergeudet. Da die meisten Verfahren sowieso eingestellt werden, sind diese Strafverfolgungen meiner Meinung nach einfach lächerlich, kosten zu viel Geld und halten Polizisten davon ab sich um schwerwiegendere Verbrechen zu kümmern.
Oft wird behauptet der Konsum von Cannabis würde schwerwiegende Gesundheitliche Folgen haben und bis zum Tod führen! Bei solchen Aussagen kann ich nur meinen Kopf schütteln und denken: erst informieren dann einmischen.
Cannabis hat keine bewiesenen negativen Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Im purem Konsum verbessert es sogar das Lungenvolumen. Auch der Trugschluss, dass Cannabis die Gehirnleistung stark, chronisch beeinflusst wurde widerlegt.
Ein kleiner Vergleich:Tode durch Alkoholkonsum : 42.000 jährlich
Tode durch Cannabiskonsum : 0
Körperliche Entzugserscheinungen treten beim Cannabiskonsum auch nicht auf.
Häufig wird behauptet Cannabis ist eine Einstiegsdrogen. Doch wie kommen die Jugendlichen an härtere Drogen? Sie werden ihnen von ihrem Dealer angeboten. Sind die Jugendlichen auf keine Dealer angewiesen und dürfen ihr Weed legal kaufen, ist die Chance, dass sie auf harte Drogen aufmerksam werden eindeutig geringer.
Alkohol und Tabak. Beides sehr viel gefährlicher als Cannabis. Beides legal überhall erhältlich. Da stellt sich mir die Frage: Wieso ist Cannabis illegal? Meiner Meinung nach sind die Begründungen fehlerhaft und in der realation zu den Begründungen FÜR die Legalisierung längst nicht mehr haltbar.
LEGALIZE IT!
07:49
Freiheit sich selbst zu vergiften.
06:27
olgo66, - das Eine sollte das Andere nicht ausschließen.
Vielleicht kann man ja die Linke ermutigen eine gemeinsame Initiative für "Lady Mary Jane" und Glühbirnen zu initiieren.
Aber was das Gras betrifft, wird dies in diesem Land wohl niemals realisiert werden.
Schon in den frühen 70igern forderten dies in Berlin die "Herumschweifenden Haschrebellen", die sich damals als Spaßguerilla verstanden. Doch leider kam es anders.
Dope wurde nicht legalisiert, und die Haschrebellen wurden kriminalisiert und mutierten auch durchs tatkräftige Unterwandern durch den Berliner Staatsschutz zum Zweiten Juni, der RAF-Nachfolge-Terrorgruppe.
Tja, so kanns gehen.
Gruß
11:15
Was für ein Land.
Legalisierung von Drogen und Verbote von Glühbirnen.
Schönen Dank auch.
sondern "nur" ein Rauschmittel !Es ist eine "göttliche"
Pfanze,die immer mehr in der Medizin sehr sinnvoll
eingesetzt wird.Ich hoffe doch sehr ,dass Sie niemals
Gebrauch davon machen müssen!Freiwillig wäre doch
sehr viel besser.In der Geschichte der Menschheit ist
noch KEIN Mensch an den Folgen von Cannabisgenuss
gestorben!Aber an den Folgen von Zigaretten und Alko-
holkonsum schon unzählige Millionen Menschen!!!!
Das ist Fakt!!Also,bitte bevor Sie etwas in die Welt setzen,sich informieren und das Gehirn benutzen!!
Alles gute für die Zukunft-Glück auf ....
23:41
Die Meinung unserer Grünen-Gesundheitsministerin Barbara Steffens zur Legalisierung von Canabis und im Gegenzug Verbot zur E-Zig würde nicht nur mich interessieren.
In der Grünen-Partei wiederspricht sich so einiges.
Wenn Verbote gefordert werden, dann bitte für ALLE Suchtstoffe, wie Alkohol, Tabakwaren und Drogen.
Übrigens, durch arbeiten kann man auch als Workalkolohiker enden...
22:04
wenn die meinen das kiffen schädlich ist und deshalb verboten sein soll dann verbieten sie auch bitte alkohol nikotin teein und coffeein dann saufen wir alle nur noch wasser und fressen palmenblätter
15:35
Habe ich behauptet, das sie mit r.kant etwas zu tun haben? Aber wem der Schuh passt...
Ist schon ärgerlich , wenn man sich nicht mehr an seine kurz zuvor geschriebene Betreffzeile erinnert. Liegt wahrscheinlich an Ihren altersbedingten Gedächtnisschwierigkeiten. Na ja, das erklärt einiges ..... empfehele TaiGinSeng
13:46
@46
Tja schade für Sie, aber mit r.kant habe ich nichts aber auch gar nichts zu tun . Aber da Sie es als linker Rentner sowieso besser wissen , lass ich Ihnen mal Ihren Glauben wieder irgendwen aufgespürt zu haben.
13:24
Ich bin ja Rentner, aber Sie haben Recht, die Politiker der Linken müssen hart arbeiten... Sie bessern sich!
13:07
@44
Da muss ich ausnahmsweise mal zustimmen , es gehen tatsächlich noch Leute arbeiten, um selbst ihren Lebensunterhalt zu verdienen .